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Allianz sieht Satelliten von Weltraumschrott gefährdet
11.07.2012 - 15:37 | Quelle: dpa-AFX
MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Allianz -Versicherung fordert, im Weltraum aufzuräumen. 'Der Müll, der sich seit Beginn der Raumfahrt in der Erdumlaufbahn angesammelt hat, stellt inzwischen eine ernsthafte Gefahr für bemannte und unbemannte Flüge ins Weltall dar', warnte der Versicherer am Mittwoch in München. Mehr als 35 Millionen Schrottteile kreisten zehnmal so schnell wie eine Gewehrkugel im All. Selbst Mini-Partikel könnten einen Satelliten zerstören.
'Das Weltall wird zur Müllhalde', sagte Thierry Colliot, der für die Versicherung von Satelliten verantwortlich ist. Rund 800 Wetter-, Geo- und Telekommunikations-Satelliten kreisten um die Erde und seien unter ständigem Beschuss durch Schrottteile. Jeder vierte Satellit sei versichert.
Rund 16.000 größere Schrottteile seien inzwischen katalogisiert, erklärte die Allianz. Im April habe die Europäische Weltraumorganisation (ESA) den Kontakt zum acht Tonnen schweren Erdbeobachtungssatelliten 'Envisat' verloren - der Koloss werde wohl noch 150 Jahre unkontrolliert seine Bahnen ziehen. Beim Zusammenstoß eines kaputten Satelliten mit einem anderen 2009 sei eine riesige Trümmerwolke entstanden. Die Besatzung der internationalen Raumstation ISS sei 2010 und 2011 evakuiert worden, weil große Schrottteile gefährlich nah an der Station vorbeigeflogen seien.
Größere Objekte könnten eingefangen oder mit Laserkanonen zerstört werden, sagte Colliot. Wegen hoher Kosten und technischer Probleme lasse der Durchbruch aber auf sich warten. Um neuen Weltraumschrott zu vermeiden, könne ein Pannendienst alte Satelliten frisch betanken und wieder in die richtige Flughöhe schieben. Die Satellitenbetreiber seien inzwischen verpflichtet, neue Satelliten nach Ende der Lebensdauer aus dem All zurückzuholen./rol/DP/stb
Quelle: dpa-AFX
'Das Weltall wird zur Müllhalde', sagte Thierry Colliot, der für die Versicherung von Satelliten verantwortlich ist. Rund 800 Wetter-, Geo- und Telekommunikations-Satelliten kreisten um die Erde und seien unter ständigem Beschuss durch Schrottteile. Jeder vierte Satellit sei versichert.
Größere Objekte könnten eingefangen oder mit Laserkanonen zerstört werden, sagte Colliot. Wegen hoher Kosten und technischer Probleme lasse der Durchbruch aber auf sich warten. Um neuen Weltraumschrott zu vermeiden, könne ein Pannendienst alte Satelliten frisch betanken und wieder in die richtige Flughöhe schieben. Die Satellitenbetreiber seien inzwischen verpflichtet, neue Satelliten nach Ende der Lebensdauer aus dem All zurückzuholen./rol/DP/stb
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