Branchen - Chemie
Rösler befürwortet Handelsabkommen EU-USA ohne Ausnahmen
23.05.2013 - 16:36 | Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Stefan Lange
WASHINGTON--Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler befürwortet eine Einbeziehung aller Wirtschaftsbereiche in das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union. Wenn jeder Extrawünsche anmelde und die Herausnahme bestimmter Bereiche fordere, "dann kann man sich ein solches Verhandeln von Vornherein sparen", sagte Rösler am Donnerstag in Washington.
Der FDP-Vorsitzende wollte anschließend mit dem wirtschaftspolitischen Berater von US-Präsident Barack Obama, Michael Froman, über das Handelsabkommen sprechen, von dem sich beide Seiten finanzielle Vorteile in Milliardenhöhe versprechen. Froman ist der designierte Verhandlungsführer auf US-Seite,
Rösler spielte insbesondere auf den Agrarbereich an. Während in den USA Gentechnik nahezu bedenkenlos eingesetzt wird, gibt es in Deutschland erhebliche Vorbehalte. Rösler sagte, die jeweiligen Standpunkte seien nicht besser oder schlechter, sondern sie seien "größtenteils anders". Der politische Wille zur Einigung auf europäischer Seite sei da, betonte der FDP-Vorsitzende. Wenn es keinen Erfolg gebe, dann werde der europäische Handel Schaden nehmen.
Das Europaparlament hatte am Nachmittag Handelsgespräche mit den USA mit großer Mehrheit befürwortet, zugleich aber eine Reihe "roter Linien" eingezogen. So sollen in den Gesprächen die EU-Gesetzgebung zur Lebensmittelsicherheit, zu genetisch veränderten Organismen (GVO), zum Klonen und zu den geschützten Ursprungsbezeichnungen nicht zur Disposition gestellt werden.
Kontakt zum Autor: stefan.lange@dowjones.com
Mitarbeit: Angelika Busch-Steinfort)
DJG/hab
END) Dow Jones Newswires
May 23, 2013 10:36 ET (14:36 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
WASHINGTON--Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler befürwortet eine Einbeziehung aller Wirtschaftsbereiche in das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union. Wenn jeder Extrawünsche anmelde und die Herausnahme bestimmter Bereiche fordere, "dann kann man sich ein solches Verhandeln von Vornherein sparen", sagte Rösler am Donnerstag in Washington.
Rösler spielte insbesondere auf den Agrarbereich an. Während in den USA Gentechnik nahezu bedenkenlos eingesetzt wird, gibt es in Deutschland erhebliche Vorbehalte. Rösler sagte, die jeweiligen Standpunkte seien nicht besser oder schlechter, sondern sie seien "größtenteils anders". Der politische Wille zur Einigung auf europäischer Seite sei da, betonte der FDP-Vorsitzende. Wenn es keinen Erfolg gebe, dann werde der europäische Handel Schaden nehmen.
Das Europaparlament hatte am Nachmittag Handelsgespräche mit den USA mit großer Mehrheit befürwortet, zugleich aber eine Reihe "roter Linien" eingezogen. So sollen in den Gesprächen die EU-Gesetzgebung zur Lebensmittelsicherheit, zu genetisch veränderten Organismen (GVO), zum Klonen und zu den geschützten Ursprungsbezeichnungen nicht zur Disposition gestellt werden.
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