Branchen - Automobile
ROUNDUP: EADS sieht überraschend Chance für europäische Drohne
11.07.2012 - 16:47 | Quelle: dpa-AFX
FARNBOROUGH/MANCHING (dpa-AFX)- Bei der Entwicklung eines unbemannten Flugsystems zeichnet sich überraschend doch eine gemeinsame europäische Lösung ab. 'Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in absehbarer Zeit zu einer gesamteuropäischen Lösung einer eigenen Drohne kommen werden', sagte der Chef der EADS -Verteidigungssparte Cassidian, Stefan Zoller, der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' (Mittwoch). 'Ende dieses Jahres, Anfang 2013 werden wir einen Durchbruch erleben.' Es gebe zwischen der deutschen und französischen Regierung bereits Gespräche.
Die IG Metall sieht die länderübergreifenden Pläne skeptisch. Für das militärische Luftfahrtzentrum in Manching bei Ingolstadt sei die Drohne neben dem Eurofighter die Zukunft, sagte der IG-Metall-Unternehmensbeauftragte Bernhard Stiedl 'Handelsblatt online'. Bis zu 1.500 Arbeitsplätze hingen davon ab. 'Beteiligten sich mehrere Länder an dem Projekt, wird sich auch die Arbeitsaufteilung auf diese Länder verteilen', sagte er.
Mit einer europäische Drohne hätte die militärische Luftfahrtindustrie in Deutschland zwar 'wieder einen Lichtblick', sagte der Gewerkschafter Stiedl. 'Die Zukunft ist aber damit noch lange nicht gerettet.' Europaweit sichere das Programm 10.000 Arbeitsplätze. Neben Deutschland und Frankreich könnten sich auch Großbritannien, Spanien, Italien und andere Länder beteiligen.
Bisher haben zwei Konsortien getrennt an der teuren Entwicklung einer eigenen Drohne gearbeitet, die zu militärischen wie zu zivilen Zwecken eingesetzt werden soll. Cassidian arbeitet an dem Projekt 'Talarion', eine französisch-britische Gruppe am Modell 'Telemos'. Allein in die Entwicklung von 'Talarion' ist schon deutlich mehr als eine halbe Milliarde Euro geflossen. EADS hatte das Vorhaben bereits in Frage gestellt, weil sich die Auftraggeberländer, darunter Deutschland, nicht klar zu dem Projekt und seiner Finanzierung bekannten.
Mit einer gemeinsamen europäischen Lösung würde auch vermieden, dass sich die Europäer wie beim Eurofighter und dem französischen Kampfjet Rafale auf dem Weltmarkt gegenseitig Konkurrenz machen. Mit dem Präsidenten- und Regierungswechsel in Frankreich sei nun Bewegung in die Gespräche gekommen, schreibt die 'FAZ'.
Zoller zufolge soll die Drohne unter der Führung von Frankreich und Deutschland weiterentwickelt werden. Andere Länder würden sich dem Projekt anschließen, sagte der Cassidian-Chef. Er schließt auch die Teilnahme von Großbritannien nicht aus.
Ferngesteuerte Drohnen zur Aufklärung und Überwachung setzen sich im Rüstungsbereich immer mehr durch. Experten zufolge wird diese Waffentechnik in Zukunft bestimmend sein. Die Rüstungs- und Sicherheitssparte Cassidian ist der drittgrößte Bereich im EADS-Konzern nach Airbus und dem Hubschrauberhersteller Eurocopter./stw/bbi/DP/stb
Quelle: dpa-AFX
Die IG Metall sieht die länderübergreifenden Pläne skeptisch. Für das militärische Luftfahrtzentrum in Manching bei Ingolstadt sei die Drohne neben dem Eurofighter die Zukunft, sagte der IG-Metall-Unternehmensbeauftragte Bernhard Stiedl 'Handelsblatt online'. Bis zu 1.500 Arbeitsplätze hingen davon ab. 'Beteiligten sich mehrere Länder an dem Projekt, wird sich auch die Arbeitsaufteilung auf diese Länder verteilen', sagte er.
Bisher haben zwei Konsortien getrennt an der teuren Entwicklung einer eigenen Drohne gearbeitet, die zu militärischen wie zu zivilen Zwecken eingesetzt werden soll. Cassidian arbeitet an dem Projekt 'Talarion', eine französisch-britische Gruppe am Modell 'Telemos'. Allein in die Entwicklung von 'Talarion' ist schon deutlich mehr als eine halbe Milliarde Euro geflossen. EADS hatte das Vorhaben bereits in Frage gestellt, weil sich die Auftraggeberländer, darunter Deutschland, nicht klar zu dem Projekt und seiner Finanzierung bekannten.
Mit einer gemeinsamen europäischen Lösung würde auch vermieden, dass sich die Europäer wie beim Eurofighter und dem französischen Kampfjet Rafale auf dem Weltmarkt gegenseitig Konkurrenz machen. Mit dem Präsidenten- und Regierungswechsel in Frankreich sei nun Bewegung in die Gespräche gekommen, schreibt die 'FAZ'.
Ferngesteuerte Drohnen zur Aufklärung und Überwachung setzen sich im Rüstungsbereich immer mehr durch. Experten zufolge wird diese Waffentechnik in Zukunft bestimmend sein. Die Rüstungs- und Sicherheitssparte Cassidian ist der drittgrößte Bereich im EADS-Konzern nach Airbus und dem Hubschrauberhersteller Eurocopter./stw/bbi/DP/stb
Quelle: dpa-AFX
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