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Aktien Europa: EuroStoxx legt weiter zu - Standard Chartered belastet 'Footsie'
07.08.2012 - 12:17 | Quelle: dpa-AFX
PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die kontinentaleuropäischen Börsen haben am Dienstag an ihre jüngste Rally angeknüpft und etwas weiter zugelegt. Allmählich zeichne sich ab, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Kampf gegen die Staatsschuldenkrise weiter Hilfe leistet, sagte Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Global Markets. Inzwischen habe selbst die deutsche Regierung ihre Unterstützung dafür signalisiert, dass die EZB Anleihen der angeschlagenen Euroländer Italien und Spanien kauft. Für Italien indes gab es einen neuen Rückschlag, der zuletzt die Aktienkurse europaweit wieder unter Druck setzte: Im Juni war die Industrieproduktion wieder überraschend stark zurückgefallen.
Der EuroStoxx 50 stieg gegen Mittag um 0,32 Prozent auf 2.406,92 Punkte. An den letzten beiden Handelstagen war der Leitindex der Eurozone bereits um gut 6 Prozent nach oben geklettert. In Paris legte der CAC 40 um 0,16 Prozent zu auf 3.406,90 Punkte. Der Londoner FTSE 100 aber sank um 0,33 Prozent auf 5.789,67 Punkte. Hier belastete ein Einbruch bei den Papieren der Großbank Standard Chartered.
Die New Yorker Finanzaufsicht rückte das bisherige Vorzeige-Institut ins Zwielicht. Ermittlungen der Behörde zufolge soll die Bank über Jahre Geldgeschäfte im Umfang von 250 Milliarden US-Dollar für iranische Banken abgewickelt haben. Das ist wegen der geltenden Sanktionen gegen das Land illegal. Standard Chartered wies die Vorwürfe zurück, die Aktien brachen dennoch am 'Footsie'-Ende um 23,57 Prozent auf 1.123,50 Pence ein. Zu diesem Zeitpunkt sei es nahezu unmöglich, die Höhe möglicher Geldstrafen zu beziffern, meinte ein Analyst. Der wichtigere Aspekt sei wahrscheinlich, dass dem Unternehmen nun der Verlust seiner Zulassung im Staat New York drohen könnte.
Bankaktien gerieten im Sog dessen auch europaweit unter Druck. Mit einem Abschlag von im Schnitt 2,45 Prozent notierten sie mit deutlichem Abstand am Ende der Branchenübersicht.
Mit Blick auf die laufende Berichtssaison stiegen die Titel von Xstrata als einer der Favoriten im 'Footsie' um 2,04 Prozent. Die zunehmenden globalen Konjunktursorgen hinterlassen in der Bilanz des schweizerisch-britischen Bergbauunternehmens zwar Spuren. Der Überschuss jedoch ging im ersten Halbjahr nicht so deutlich zurück wie von Experten befürchtet. Auf kurze Sicht dürften die Titel weniger von den Gewinnkennziffern als vielmehr von der Aussicht auf die Übernahme durch den Rohstoffhändler Glencore getrieben werden, sagte ein Analyst. Seiner Meinung nach sprechen weiterhin einige überzeugende Gründe für einen Zusammenschluss mit Glencore, dessen Papiere 1,98 Prozent gewannen. Der Staatsfonds von Katar fordert indes ebenso wie die Vermögensverwalter Standard Life , Schroders und Knight Vinke als Xstrata-Großaktionäre mehr Geld von dem Rohstoffhändler. Ihnen ist der im Februar von Glencore gebotene Aufschlag von 15 Prozent auf den damaligen Aktienkurs zu wenig.
An der Spitze des britischen Leitindex zogen die Anteilsscheine von Intercontinental Hotels um 7,40 Prozent an. Der Betreiber der Hotelkette Holiday Inn hatte im ersten Halbjahr mit seinem operativen Gewinn positiv überrascht.
In Wien kletterten die Papiere von Voestalpine um fast fünf Prozent nach oben. Der österreichische Stahlkonzern hatte im ersten Geschäftsquartal zwar einen Gewinneinbruch verzeichnet. Trotzdem hielt das Unternehmen an seiner Prognose fest. Analyst Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank sprach zudem von guten Quartalszahlen. Er machte vor allem einen positiven Gewinntrend in Segmenten aus, die sehr unternehmensspezifisch seien./la/rum
Quelle: dpa-AFX
Der EuroStoxx 50 stieg gegen Mittag um 0,32 Prozent auf 2.406,92 Punkte. An den letzten beiden Handelstagen war der Leitindex der Eurozone bereits um gut 6 Prozent nach oben geklettert. In Paris legte der CAC 40 um 0,16 Prozent zu auf 3.406,90 Punkte. Der Londoner FTSE 100 aber sank um 0,33 Prozent auf 5.789,67 Punkte. Hier belastete ein Einbruch bei den Papieren der Großbank Standard Chartered.
Bankaktien gerieten im Sog dessen auch europaweit unter Druck. Mit einem Abschlag von im Schnitt 2,45 Prozent notierten sie mit deutlichem Abstand am Ende der Branchenübersicht.
Mit Blick auf die laufende Berichtssaison stiegen die Titel von Xstrata als einer der Favoriten im 'Footsie' um 2,04 Prozent. Die zunehmenden globalen Konjunktursorgen hinterlassen in der Bilanz des schweizerisch-britischen Bergbauunternehmens zwar Spuren. Der Überschuss jedoch ging im ersten Halbjahr nicht so deutlich zurück wie von Experten befürchtet. Auf kurze Sicht dürften die Titel weniger von den Gewinnkennziffern als vielmehr von der Aussicht auf die Übernahme durch den Rohstoffhändler Glencore getrieben werden, sagte ein Analyst. Seiner Meinung nach sprechen weiterhin einige überzeugende Gründe für einen Zusammenschluss mit Glencore, dessen Papiere 1,98 Prozent gewannen. Der Staatsfonds von Katar fordert indes ebenso wie die Vermögensverwalter Standard Life , Schroders und Knight Vinke als Xstrata-Großaktionäre mehr Geld von dem Rohstoffhändler. Ihnen ist der im Februar von Glencore gebotene Aufschlag von 15 Prozent auf den damaligen Aktienkurs zu wenig.
In Wien kletterten die Papiere von Voestalpine um fast fünf Prozent nach oben. Der österreichische Stahlkonzern hatte im ersten Geschäftsquartal zwar einen Gewinneinbruch verzeichnet. Trotzdem hielt das Unternehmen an seiner Prognose fest. Analyst Ingo-Martin Schachel von der Commerzbank sprach zudem von guten Quartalszahlen. Er machte vor allem einen positiven Gewinntrend in Segmenten aus, die sehr unternehmensspezifisch seien./la/rum
Quelle: dpa-AFX
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