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Aktien Frankfurt: Dax erneut freundlich - Nimmt 7.000 Punkte ins Visier
07.08.2012 - 12:06 | Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Dienstag seine jüngsten Kursgewinne weiter ausgebaut. Händler sprachen davon, dass kaum negative Nachrichten gab, die das Bild trüben könnten. Enttäuschende Industriedaten aus Italien und die Vorsicht vor den anstehenden deutschen Industrieauftragseingängen sorgten dafür, dass der deutsche Leitindex sichtbar von seinem Tageshoch zurückfiel und gegen Mittag nur noch um 0,24 Prozent auf 6.935,08 Punkte zulegte. Gleichwohl knüpfte er damit an die knapp fünf Prozent Plus der vorangegangenen beiden Handelstage an. Die Marke von 7.000 Punkten, über die es das Börsenbarometer zuletzt Anfang April geschafft hatte, rückt somit in Sichtweite. Der MDax gewann am Dienstagmittag minimale 0,01 Prozent auf 11.126,64 Punkte, wogegen der TecDax 0,47 Prozent auf 792,05 Punkte abgab.
Börsenbrief-Autor Hans Bernecker ist mit Blick auf die jüngste Kursentwicklung skeptisch. 'Der Dax gewann in vier Wochen allein 16 Prozent. Das ist etwas viel und bedarf der Konsolidierung', warnte der Experte in seinem Börsenbrief 'AB-Daily'. Für eine ungehemmte Fortsetzung fehle es mangels Umsatz auch an Dynamik. Dagegen betonte Marktstratege Lars Kremkow von Activtrades, dass es für die weiter trägen Märkte 'stetig nach oben geht'. Erreiche der Dax, die 7.000 Punkte, werde es wieder spannender: Dann rücke die Frage nach messbaren Ergebnissen der EZB und der EU-Regierungen im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise, 'die den Marktteilnehmern als ein steter Quell von Unsicherheit bis auf weiteres erhalten bleibt', wieder in den Fokus.
MUNICH RE HÖHER NACH ZAHLEN
Die Berichtssaison setzte sich unter anderem mit Zahlen der Munich Re fort. Die Aktien des weltgrößten Rückversicherers stiegen um überdurchschnittliche 0,72 Prozent, nachdem dieser sich optimistischer für das laufende Jahr geäußert hatte und auf gutem Kurs sieht, den ursprünglichen angestrebten Jahresgewinn von 2,5 Milliarden Euro leicht zu übertreffen. Das Echo am Markt fiel allerdings verhalten aus. So stieß die gestiegene Schaden-Kosten-Quote (combined ratio) auf Kritik. Ein Börsianer sprach von gemischten Zahlen und merkte zudem an, dass der Markt beim Jahresgewinn ohnehin schon mit 2,6 Milliarden Euro rechne.
Überraschend vorgelegte Quartalszahlen von Eon quittierten Börsianer mit einem moderaten Kursplus von 0,26 Prozent. Nach Atomausstieg, Personalabbau und Verlusten im Gashandel im vergangenen Jahr steigen nun wieder die Gewinne und die Zuversicht. Darüber hinaus legten Unternehmen aus den Nebenwerte-Indizes Zahlen vor. Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka schraubte nach einem überraschend hohen Umsatz- und Gewinnsprung im zweiten Quartal seine Prognose nach oben. Die Zahlen seien 'erneut in allen Belangen deutlich besser als erwartet', konstatierte Analyst Jasko Terzic von der DZ Bank. Entsprechend ging es für die Aktien an der MDax-Spitze um 4,53 Prozent hoch.
RATIONAL UND LEONI LEGEN ZU
Die Papiere von Rational verteuerten sich dank guter Zahlen um 2,00 Prozent. Der im MDax notierte Großküchengeräte-Hersteller zeigt sich von der Eurokrise weiter unbeeindruckt und konnte den Gewinn vor Steuern sowie den Umsatz im zweiten Quartal deutlich steigern. Händler sahen die Zahlen über den Erwartungen.
Die Aktien von Leoni stiegen nach endgültigen Zahlen um 0,13 Prozent, obwohl Probleme im zweiten Quartal dem Autozulieferer den Gewinn verhagelt hatten. Allerdings hatte Leoni bereits vor zwei Wochen einen ungünstigen Produktmix und höhere Integrationskosten bei der Anfang des Jahres komplett übernommenen südkoreanischen Tochter Daekyeung als Gründe für einen Gewinnrückgang genannt.
LANXESS UND PFEIFFER NACH ZAHLEN SEHR SCHWACH
Auch der Chemiekonzern Lanxess legte bei Umsatz und operativem Gewinn zu und übertraf die Prognosen der Analysten. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. Allerdings blieb der etwas gesunkene Nettogewinn hinter den Erwartungen zurück. Die Commerzbank sprach zudem von vorsichtigen Aussagen für die zweite Jahreshälfte, was die Aktien mit Verlusten von 3,78 Prozent quittierten - damit waren sie Schlusslicht im MDax.
Aus dem TecDax berichtete der Spezialpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum wegen der Konjunkturabkühlung einen Umsatz- und Gewinnrückgang, der einen Kursrutsch von 5,53 Prozent verursachte. Alle Kennziffern seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, monierte Equinet-Analyst Adrian Pehl. Daher dürften die Analystenschätzungen im Allgemeinen nach unten korrigiert werden. Bei der DZ Bank stieß vor allem die Gewinnentwicklung auf Kritik./gl
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-AFX
Börsenbrief-Autor Hans Bernecker ist mit Blick auf die jüngste Kursentwicklung skeptisch. 'Der Dax gewann in vier Wochen allein 16 Prozent. Das ist etwas viel und bedarf der Konsolidierung', warnte der Experte in seinem Börsenbrief 'AB-Daily'. Für eine ungehemmte Fortsetzung fehle es mangels Umsatz auch an Dynamik. Dagegen betonte Marktstratege Lars Kremkow von Activtrades, dass es für die weiter trägen Märkte 'stetig nach oben geht'. Erreiche der Dax, die 7.000 Punkte, werde es wieder spannender: Dann rücke die Frage nach messbaren Ergebnissen der EZB und der EU-Regierungen im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise, 'die den Marktteilnehmern als ein steter Quell von Unsicherheit bis auf weiteres erhalten bleibt', wieder in den Fokus.
Die Berichtssaison setzte sich unter anderem mit Zahlen der Munich Re fort. Die Aktien des weltgrößten Rückversicherers stiegen um überdurchschnittliche 0,72 Prozent, nachdem dieser sich optimistischer für das laufende Jahr geäußert hatte und auf gutem Kurs sieht, den ursprünglichen angestrebten Jahresgewinn von 2,5 Milliarden Euro leicht zu übertreffen. Das Echo am Markt fiel allerdings verhalten aus. So stieß die gestiegene Schaden-Kosten-Quote (combined ratio) auf Kritik. Ein Börsianer sprach von gemischten Zahlen und merkte zudem an, dass der Markt beim Jahresgewinn ohnehin schon mit 2,6 Milliarden Euro rechne.
Überraschend vorgelegte Quartalszahlen von Eon quittierten Börsianer mit einem moderaten Kursplus von 0,26 Prozent. Nach Atomausstieg, Personalabbau und Verlusten im Gashandel im vergangenen Jahr steigen nun wieder die Gewinne und die Zuversicht. Darüber hinaus legten Unternehmen aus den Nebenwerte-Indizes Zahlen vor. Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka schraubte nach einem überraschend hohen Umsatz- und Gewinnsprung im zweiten Quartal seine Prognose nach oben. Die Zahlen seien 'erneut in allen Belangen deutlich besser als erwartet', konstatierte Analyst Jasko Terzic von der DZ Bank. Entsprechend ging es für die Aktien an der MDax-Spitze um 4,53 Prozent hoch.
Die Papiere von Rational verteuerten sich dank guter Zahlen um 2,00 Prozent. Der im MDax notierte Großküchengeräte-Hersteller zeigt sich von der Eurokrise weiter unbeeindruckt und konnte den Gewinn vor Steuern sowie den Umsatz im zweiten Quartal deutlich steigern. Händler sahen die Zahlen über den Erwartungen.
Die Aktien von Leoni stiegen nach endgültigen Zahlen um 0,13 Prozent, obwohl Probleme im zweiten Quartal dem Autozulieferer den Gewinn verhagelt hatten. Allerdings hatte Leoni bereits vor zwei Wochen einen ungünstigen Produktmix und höhere Integrationskosten bei der Anfang des Jahres komplett übernommenen südkoreanischen Tochter Daekyeung als Gründe für einen Gewinnrückgang genannt.
LANXESS UND PFEIFFER NACH ZAHLEN SEHR SCHWACH
Auch der Chemiekonzern Lanxess legte bei Umsatz und operativem Gewinn zu und übertraf die Prognosen der Analysten. Den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. Allerdings blieb der etwas gesunkene Nettogewinn hinter den Erwartungen zurück. Die Commerzbank sprach zudem von vorsichtigen Aussagen für die zweite Jahreshälfte, was die Aktien mit Verlusten von 3,78 Prozent quittierten - damit waren sie Schlusslicht im MDax.
Aus dem TecDax berichtete der Spezialpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum wegen der Konjunkturabkühlung einen Umsatz- und Gewinnrückgang, der einen Kursrutsch von 5,53 Prozent verursachte. Alle Kennziffern seien hinter den Erwartungen zurückgeblieben, monierte Equinet-Analyst Adrian Pehl. Daher dürften die Analystenschätzungen im Allgemeinen nach unten korrigiert werden. Bei der DZ Bank stieß vor allem die Gewinnentwicklung auf Kritik./gl
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
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Eröffnung: 14.152,72 Tageshoch: 14.166,57 Tagestief: 14.060,23 Porträt MDAX ® -
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Eröffnung: 960,38 Tageshoch: 960,77 Tagestief: 953,39 Porträt TecDAX ® -
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