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MÄRKTE EUROPA/DAX eilt von einem Rekord zum nächsten
20.05.2013 - 10:00 | Quelle: Dow Jones Newswire Web
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Von Benjamin Krieger
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Auch am Pfingstmontag macht die Rally an den Börsen nicht halt. Der DAX ist den vierten Handelstag in Folge auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Im frühen Handel steigt der deutsche Aktienindex um 0,5 Prozent auf 8.442 Punkte. Die neue Rekordmarke liegt nun bei 8.456 Zählern. Die Politik der großen Notenbanken, Liquidität in die Finanzmärkte zu pumpen, lässt eine Rally-Etappe nach der anderen folgen. Die Milliardensummen der Notenbanken suchen nach Anlagemöglichkeiten - und landen auch am Aktienmarkt. Der Euro-Stoxx-50 legt leicht zu auf 2.819 Punkte.
Es scheint, als haben wir das Utopia für Investoren erreicht", sagt Chris Weston, Marktstratege bei IG Markets. "Es gibt genügend gute Wirtschaftsdaten, um die Nerven der besorgten Anleger zu beruhigen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch genügend schlechte Daten, die die Notenbanken weiter zu veranlassen, Geld in das System zu Pumpen".
Zurückhaltender ist Predrag Dukic, Aktienhändler bei CM Capital. "Die Notenbanken pumpen Geld in das System, um die Wirtschaft anzuschieben". Dies habe die Märkte in den USA beflügelt und schwappe nun auch auf Europa über. Aber das bedeute nicht, dass man eine Verbesserung im Konjunkturausblick sehe, argumentiert Dukic.
Die Börsen in London, Amsterdam und Stockholm melden im frühen Handel ebenfalls neue Jahreshöchststände. In Zürich, Wien, Oslo, Kopenhagen und Budapest bleiben wegen des Feiertags die Börsen geschlossen. Der italienische Leitindex MIB-35 fällt gegen den Trend um knapp ein Prozent zurück. Etliche der 35 Index-Unternehmen schütten Dividenden aus, die Kurse von Generali, UniCredit, Intesa-Sanpaolo, Eni und Enel handeln folglich niedriger und belasten den Index.
Dort, wo gehandelt wird, dürften die Umsätze dünn bleiben und die Kurse zu stärkeren Schwankungen neigen. Welche Blüten ein solches Marktumfeld treiben kann, war am Freitagabend an der Terminbörse Eurex zu beobachten. Dort kamen eine Stunde vor Handelsschluss noch einige Käufe an den Markt und trafen nur auf ein geringes Angebot. In der Folge schoss der Juni-Terminkontrakt auf den DAX um 50 Punkte in die Höhe auf 8.456 Punkte. Diese Vorgabe wird nun am Kassamarkt nachvollzogen.
Wie schon am Freitag führt der Automobilsektor die Kursgewinner an. Die Branchenwerte verteuern sich im Schnitt um 1,6 Prozent. Am Freitag hatten positive Kommentare von Credit Suisse und Goldman Sachs die Kurse von Daimler, Renault und Peugeot bereits nach oben getrieben.
Am Nachmittag könnte eine Umfrage zur Stimmung der Unternehmen in der Region Chicago die Märkte bewegen. Später spricht Charles Evans, Präsident der Notenbank von Chicago, zur Lage der US-Konjunktur. "Man sollte nicht vergessen, dass Evans vor einigen Wochen vorgeschlagen hat, dass die Fed ihre Wertpapierkäufe nicht allmählich reduziert, sondern ganz einfach einstellt", merkt Chris Weston von IG Markets an.
Optimistische Aussagen kommen aus Spanien. Der spanische Finanzminister Cristobal Montoro erwartet für die Wirtschaft des Landes eine kräftigere Erholung als bislang erwartet. Dies hilft dem spanischen Aktienmarkt aber nur bedingt, der IBEX-35 verliert 0,2 Prozent. Der Euro hat sich zum US-Dollar etwas stabilisiert. Vom Tagestief bei 1,2819 ist die Gemeinschaftswährung auf 1,2866 gestiegen. Nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen ist Peter Kinsella von der Commerzbank jedoch pessimistisch: "Der Euro dürfte im Verlauf des Jahres weiter an Boden verlieren." Den allmählichen Aufweichung der Sparvorgaben in den hoch verschuldeten Ländern der Eurozone und den niedrigeren Zinsen der Notenbank dürfte der Euro Tribut zollen, argumentiert der Analyst.
Positiv wertet ein Händler das Aktienrückkaufprogramm von FMC. "Mit rund 7 Millionen Aktien entspricht es rund dem Umsatz von neun Handelstagen", versucht ein Händler das Volumen einzufangen. Die Aktien, die über XETRA gekauft werden, sollen am Ende eingezogen werden und sich damit auf den zukünftige Gewinn je Aktie positiv auswirken. Das Papier legt um 1,1 Prozent zu. Nach deutlicher ziehen die Titel von Ryanair an, die Aktie steigt um 5,8 Prozent. "Der Nettogewinn wurde durch das starke Umsatzwachstum von acht Prozent getrieben", heißt es von Davy Research zu den veröffentlichten Geschäftszahlen.
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DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 17.45 Uhr
EUR/USD 1,2864 +0,1% 1,2846 1,2815
EUR/JPY 131,9023 +0,2% 131,7002 132,0342
EUR/CHF 1,2461 +0,1% 1,2451 1,2483
USD/JPY 102,5450 +0,0% 102,5410 103,0380
GBP/USD 1,5201 +0,1% 1,5191 1,5168
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Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com
DJG/bek/flf
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(END) Dow Jones Newswires
May 20, 2013 04:00 ET (08:00 GMT)
Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.
Von Benjamin Krieger
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Auch am Pfingstmontag macht die Rally an den Börsen nicht halt. Der DAX ist den vierten Handelstag in Folge auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Im frühen Handel steigt der deutsche Aktienindex um 0,5 Prozent auf 8.442 Punkte. Die neue Rekordmarke liegt nun bei 8.456 Zählern. Die Politik der großen Notenbanken, Liquidität in die Finanzmärkte zu pumpen, lässt eine Rally-Etappe nach der anderen folgen. Die Milliardensummen der Notenbanken suchen nach Anlagemöglichkeiten - und landen auch am Aktienmarkt. Der Euro-Stoxx-50 legt leicht zu auf 2.819 Punkte.
Zurückhaltender ist Predrag Dukic, Aktienhändler bei CM Capital. "Die Notenbanken pumpen Geld in das System, um die Wirtschaft anzuschieben". Dies habe die Märkte in den USA beflügelt und schwappe nun auch auf Europa über. Aber das bedeute nicht, dass man eine Verbesserung im Konjunkturausblick sehe, argumentiert Dukic.
Die Börsen in London, Amsterdam und Stockholm melden im frühen Handel ebenfalls neue Jahreshöchststände. In Zürich, Wien, Oslo, Kopenhagen und Budapest bleiben wegen des Feiertags die Börsen geschlossen. Der italienische Leitindex MIB-35 fällt gegen den Trend um knapp ein Prozent zurück. Etliche der 35 Index-Unternehmen schütten Dividenden aus, die Kurse von Generali, UniCredit, Intesa-Sanpaolo, Eni und Enel handeln folglich niedriger und belasten den Index.
Wie schon am Freitag führt der Automobilsektor die Kursgewinner an. Die Branchenwerte verteuern sich im Schnitt um 1,6 Prozent. Am Freitag hatten positive Kommentare von Credit Suisse und Goldman Sachs die Kurse von Daimler, Renault und Peugeot bereits nach oben getrieben.
Am Nachmittag könnte eine Umfrage zur Stimmung der Unternehmen in der Region Chicago die Märkte bewegen. Später spricht Charles Evans, Präsident der Notenbank von Chicago, zur Lage der US-Konjunktur. "Man sollte nicht vergessen, dass Evans vor einigen Wochen vorgeschlagen hat, dass die Fed ihre Wertpapierkäufe nicht allmählich reduziert, sondern ganz einfach einstellt", merkt Chris Weston von IG Markets an.
Optimistische Aussagen kommen aus Spanien. Der spanische Finanzminister Cristobal Montoro erwartet für die Wirtschaft des Landes eine kräftigere Erholung als bislang erwartet. Dies hilft dem spanischen Aktienmarkt aber nur bedingt, der IBEX-35 verliert 0,2 Prozent. Der Euro hat sich zum US-Dollar etwas stabilisiert. Vom Tagestief bei 1,2819 ist die Gemeinschaftswährung auf 1,2866 gestiegen. Nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen ist Peter Kinsella von der Commerzbank jedoch pessimistisch: "Der Euro dürfte im Verlauf des Jahres weiter an Boden verlieren." Den allmählichen Aufweichung der Sparvorgaben in den hoch verschuldeten Ländern der Eurozone und den niedrigeren Zinsen der Notenbank dürfte der Euro Tribut zollen, argumentiert der Analyst.
Positiv wertet ein Händler das Aktienrückkaufprogramm von FMC. "Mit rund 7 Millionen Aktien entspricht es rund dem Umsatz von neun Handelstagen", versucht ein Händler das Volumen einzufangen. Die Aktien, die über XETRA gekauft werden, sollen am Ende eingezogen werden und sich damit auf den zukünftige Gewinn je Aktie positiv auswirken. Das Papier legt um 1,1 Prozent zu. Nach deutlicher ziehen die Titel von Ryanair an, die Aktie steigt um 5,8 Prozent. "Der Nettogewinn wurde durch das starke Umsatzwachstum von acht Prozent getrieben", heißt es von Davy Research zu den veröffentlichten Geschäftszahlen.
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