Marktberichte
MÄRKTE USA/Zögerliche Erholung - Skepsis vor EU-Gipfel
26.06.2012 - 18:23 | Quelle: Dow Jones Newswire Web
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Von Claudia Nehrbaß
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Der bevorstehende EU-Gipfel hängt auch am Dienstag wie eine dunkle Wolke über den Finanzmärkten und verhindert, dass sich die Aktienkurse deutlicher von den heftigen Verlusten erholen, die sie am Montag erlitten haben. Auch an Wall Street gehen die Anleger vorsichtshalber in Deckung, um nicht etwa vom Blitz getroffen zu werden. Der Dow-Jones-Index (DJIA) steigt um 0,2 Prozent auf 12.527 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,4 Prozent auf 1.319 Punkte zu. Der Nasdaq-Composite notiert 0,4 Prozent höher bei 2.848 Punkten.
Schon mit der Herabstufung zahlreicher spanischer Banken durch die Ratingagentur Moody's am Montagabend nach US-Börsenschluss hat die Stimmung einen neuerlichen Dämpfer erhalten. Spanien und Italien konnten am Dienstag neue Anleihen nur zu hohen Zinsen am Markt unterbringen. Zudem sickerte aus informierten Kreisen durch, dass Bundeskanzlerin Merkel die Vergemeinschaftung von Schulden unverändert ablehnt. Das drückte die Aktienkurse und den Euro vorübergehend noch etwas tiefer. Da aber keine offizielle Bestätigung aus dem Kanzleramt folgte, war dieser kleine Schrecken rasch überwunden.
Die Erwartungen an den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag sind unterdessen niedrig. Die meisten Beobachter rechnen nicht mit einem Befreiungsschlag. Aber darin liegt auch eine Chance: "Noch nie war es so leicht, positiv zu überraschen. Es könnte schon reichen, Schritte in die richtige Richtung anzudeuten", sagt ein Marktteilnehmer.
Die US-Konjunkturdaten des Tages zeigten keine einheitliche Tendenz und bieten daher keine Orientierungshilfe. Während sich der Immobilienmarkt zu erholen scheint, hat sich das Vertrauen der Verbraucher in den USA abermals abgekühlt. Der entsprechende Index sank im Juni den vierten Monat in Folge. Dagegen bestätigten Daten zu den Immobilienpreisen den positiven Trend, der sich aus der am Montag veröffentlichten Zahl der Neubauverkäufe ablesen ließ.
Der Ölpreis gibt mit der Abwertung des Euro abermals nach. Öl der Sorte WTI zur Lieferung im August fällt um 0,45 US-Dollar auf 78,76 Dollar. Am Anleihemarkt werden vereinzelt Gewinne mitgenommen. Angesichts der zahlreichen konjunkturellen und politischen Unwägbarkeiten scheut sich die Mehrheit der Anleger aber, diesen sicheren Hafen zu verlassen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen notiert kaum verändert bei 1,61 Prozent.
Am Aktienmarkt stehen unter anderem die Papiere von News Corp im Blick, die um 6,2 Prozent zulegen. Der Medienkonzern erwägt eine Aufspaltung in Unterhaltungs- und Verlagsgeschäft. News Corp ist Eigentümer von Dow Jones, Herausgeber von Dow Jones Newswires und dem Wall Street Journal.
Die Aktien der Apollo Group gewinnen 7,4 Prozent, nachdem der Betreiber privater Hochschulen überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt hat. Der Kurs von Harley Davidson fällt dagegen um 3,4 Prozent. Nach der Investorenveranstaltung des Motorradherstellers haben sich einige Investmentbanken etwas besorgt gezeigt.
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Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
Dow Jones Industrial 12.526,50 +0,2% +23,84
S&P-500 1.318,56 +0,4% +4,84
Nasdaq-Composite 2.848,19 +0,4% +12,03
Nasdaq-100 2.546,73 +0,5% +13,19
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.30 Uhr Mo, 18.08 Uhr
EUR/USD 1,2500 -0,14% 1,2518 1,2480
EUR/JPY 99,3050 -0,51% 99,8113 99,2257
EUR/CHF 1,2011 -0,01% 1,2012 1,2007
USD/JPY 79,4250 -0,40% 79,7465 79,5000
GBP/USD 1,5634 0,29% 1,5588 1,5553
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Kontakt zur Autorin: claudia.nehrbass@dowjones.com
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DJG/DJN/cln/ros
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(END) Dow Jones Newswires
June 26, 2012 12:23 ET (16:23 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
Von Claudia Nehrbaß
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Der bevorstehende EU-Gipfel hängt auch am Dienstag wie eine dunkle Wolke über den Finanzmärkten und verhindert, dass sich die Aktienkurse deutlicher von den heftigen Verlusten erholen, die sie am Montag erlitten haben. Auch an Wall Street gehen die Anleger vorsichtshalber in Deckung, um nicht etwa vom Blitz getroffen zu werden. Der Dow-Jones-Index (DJIA) steigt um 0,2 Prozent auf 12.527 Punkte. Der S&P-500 legt um 0,4 Prozent auf 1.319 Punkte zu. Der Nasdaq-Composite notiert 0,4 Prozent höher bei 2.848 Punkten.
Schon mit der Herabstufung zahlreicher spanischer Banken durch die Ratingagentur Moody's am Montagabend nach US-Börsenschluss hat die Stimmung einen neuerlichen Dämpfer erhalten. Spanien und Italien konnten am Dienstag neue Anleihen nur zu hohen Zinsen am Markt unterbringen. Zudem sickerte aus informierten Kreisen durch, dass Bundeskanzlerin Merkel die Vergemeinschaftung von Schulden unverändert ablehnt. Das drückte die Aktienkurse und den Euro vorübergehend noch etwas tiefer. Da aber keine offizielle Bestätigung aus dem Kanzleramt folgte, war dieser kleine Schrecken rasch überwunden.
Die US-Konjunkturdaten des Tages zeigten keine einheitliche Tendenz und bieten daher keine Orientierungshilfe. Während sich der Immobilienmarkt zu erholen scheint, hat sich das Vertrauen der Verbraucher in den USA abermals abgekühlt. Der entsprechende Index sank im Juni den vierten Monat in Folge. Dagegen bestätigten Daten zu den Immobilienpreisen den positiven Trend, der sich aus der am Montag veröffentlichten Zahl der Neubauverkäufe ablesen ließ.
Der Ölpreis gibt mit der Abwertung des Euro abermals nach. Öl der Sorte WTI zur Lieferung im August fällt um 0,45 US-Dollar auf 78,76 Dollar. Am Anleihemarkt werden vereinzelt Gewinne mitgenommen. Angesichts der zahlreichen konjunkturellen und politischen Unwägbarkeiten scheut sich die Mehrheit der Anleger aber, diesen sicheren Hafen zu verlassen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen notiert kaum verändert bei 1,61 Prozent.
Die Aktien der Apollo Group gewinnen 7,4 Prozent, nachdem der Betreiber privater Hochschulen überraschend gute Geschäftszahlen vorgelegt hat. Der Kurs von Harley Davidson fällt dagegen um 3,4 Prozent. Nach der Investorenveranstaltung des Motorradherstellers haben sich einige Investmentbanken etwas besorgt gezeigt.
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Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
Dow Jones Industrial 12.526,50 +0,2% +23,84
S&P-500 1.318,56 +0,4% +4,84
Nasdaq-Composite 2.848,19 +0,4% +12,03
Nasdaq-100 2.546,73 +0,5% +13,19
DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8.30 Uhr Mo, 18.08 Uhr
EUR/USD 1,2500 -0,14% 1,2518 1,2480
EUR/JPY 99,3050 -0,51% 99,8113 99,2257
EUR/CHF 1,2011 -0,01% 1,2012 1,2007
USD/JPY 79,4250 -0,40% 79,7465 79,5000
GBP/USD 1,5634 0,29% 1,5588 1,5553
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