Marktberichte
Aktien Osteuropa Schluss: Gewinne - Hoffnung auf Lockerung der US-Geldpolitik
19.06.2012 - 19:06 | Quelle: dpa-AFX
BUDAPEST/MOSKAU/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Akteinindizes haben am Dienstag im Plus geschlossen. Marktteilnehmer verwiesen auf eine starke Tendenz an den internationalen Leitbörsen, wo die Hoffnung auf eine Lockerung der US-Geldpolitik für gute Stimmung gesorgt hatte.
Der polnische Leitindex WIG-20 beendete den Handel mit einem Plus von 1,91 Prozent bei 2.270,94 Punkten. Für den breiter gefassten Wig-Index ging es sogar um 2,29 Prozent auf 40.632,72 Punkte nach oben.
In Warschau ging es im Finanzsektor schwunghaft nach oben. Bank Handlowy verbuchte ein beachtliches Kursplus von 4,75 Prozent auf 75,0 Zloty. Für die Titel der Bank Pekao ging es um 3,09 Prozent auf 147,0 Zloty nach oben. Die Papiere des Branchenprimus PKO legten um 2,63 Prozent auf 36,60 Zloty zu.
Die Titel von Budimex verabschiedeten sich mit plus 0,76 Prozent auf 66,0 Zloty aus dem Handelstag. Das Bauunternehmen hatte mitgeteilt, dass man das beste Angebot für die Konstruktion eines Straßenabschnitt im Bauvolumen von 99,8 Millionen Zloty abgegeben hat. Die Analysten von KBC Securities bewerteten die Neuigkeiten als positiv.
Der Prager Leitindex PX beendete den Handel mit einem Plus von 1,73 Prozent bei 900,1 Punkten. Im Fokus standen die Finanzwerte. Komercni Banka verabschiedeten sich mit plus 1,12 Prozent auf 3.519,0 Kronen aus dem Handelstag, nachdem die Analysten von Goldman Sachs die Titel als 'attraktivste Bankaktie in Zentral- und Osteuropa' bewertet hatten. Die Experten erhöhten zudem ihr Anlagevotum für die Papiere von 'Neutral' auf 'Buy' und erhöhten ihr Kursziel von 5.000 auf 5.650 Kronen. Dies entspricht einem Kurspotenzial von mehr als 60 Prozent.
Die Titel von Erste Group schlossen mit einem Kursaufschlag von 2,59 Prozent auf 368,50 Kronen. Auch hier meldeten sich die Goldman-Sachs-Analysten und kürzten ihr Kursziel auf 767 Kronen. Die Kaufempfehlung 'Buy' hingegen wurde bestätigt.
Auch die Tschechischen Nationalbank (CNB) äußerte sich zu den Banken. Der heimische Finanzsektor ist nach Angaben der CNB ausreichend stabil. Die Entwicklung in der Eurozone aber, wo die Situation sehr unsicher sei, bleibe das Hauptrisiko. Allerdings sei der tschechische Finanzsektor dafür 'gut vorbereitet', hieß es in einem Bericht der Notenbank zur finanziellen Stabilität Tschechiens in den Jahren 2011 und 2012.
In Budapest stieg der Leitindex Bux um 1,45 Prozent auf 17.805,75 Punkte. Deutliche Kursgewinne gab es wie an den europäischen Handelsplätzen im Bankensektor. Die Papiere der FHB Land Credit & Mortgage Bank verteuerten sich um 1,80 Prozent auf 508 Forint. OTP-Bank-Aktien kletterten gar um 3,82 Prozent auf 3.777 Forint. Unter den weiteren Blue Chips legten Magyar Olay es Gazipari (Mol) um 0,60 Prozent auf 16.700 Forint zu und MTelekom gingen um 1,08 Prozent auf 454 Forint zurück.
Auch politische Meldungen standen im Fokus. Das ungarische Parlament hatte das umstrittene Gesetz zur Reform der Zentralbank zurückgezogen. Das Parlament stimmte mit 295 Ja-Stimmen bei 32 Enthaltungen für die Rücknahme des Gesetzes. Die Abgeordneten hatten Ende Mai unter dem Druck der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds für eine Reihe von Änderungen des Gesetzes votiert. Aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde damit aber noch immer nicht die Unabhängigkeit der ungarischen Zentralbank gesichert. Das Parlament will nun kommende Woche über ein in Zusammenarbeit mit der EZB ausgearbeitetes Gesetz abstimmen.
In Moskau legte der RTS-Interfax-Index um 0,13 Prozent auf 1.350,15 Punkte zu./ste/APA/la/jha/
Quelle: dpa-AFX
Der polnische Leitindex WIG-20 beendete den Handel mit einem Plus von 1,91 Prozent bei 2.270,94 Punkten. Für den breiter gefassten Wig-Index ging es sogar um 2,29 Prozent auf 40.632,72 Punkte nach oben.
Die Titel von Budimex verabschiedeten sich mit plus 0,76 Prozent auf 66,0 Zloty aus dem Handelstag. Das Bauunternehmen hatte mitgeteilt, dass man das beste Angebot für die Konstruktion eines Straßenabschnitt im Bauvolumen von 99,8 Millionen Zloty abgegeben hat. Die Analysten von KBC Securities bewerteten die Neuigkeiten als positiv.
Der Prager Leitindex PX beendete den Handel mit einem Plus von 1,73 Prozent bei 900,1 Punkten. Im Fokus standen die Finanzwerte. Komercni Banka verabschiedeten sich mit plus 1,12 Prozent auf 3.519,0 Kronen aus dem Handelstag, nachdem die Analysten von Goldman Sachs die Titel als 'attraktivste Bankaktie in Zentral- und Osteuropa' bewertet hatten. Die Experten erhöhten zudem ihr Anlagevotum für die Papiere von 'Neutral' auf 'Buy' und erhöhten ihr Kursziel von 5.000 auf 5.650 Kronen. Dies entspricht einem Kurspotenzial von mehr als 60 Prozent.
Auch die Tschechischen Nationalbank (CNB) äußerte sich zu den Banken. Der heimische Finanzsektor ist nach Angaben der CNB ausreichend stabil. Die Entwicklung in der Eurozone aber, wo die Situation sehr unsicher sei, bleibe das Hauptrisiko. Allerdings sei der tschechische Finanzsektor dafür 'gut vorbereitet', hieß es in einem Bericht der Notenbank zur finanziellen Stabilität Tschechiens in den Jahren 2011 und 2012.
In Budapest stieg der Leitindex Bux um 1,45 Prozent auf 17.805,75 Punkte. Deutliche Kursgewinne gab es wie an den europäischen Handelsplätzen im Bankensektor. Die Papiere der FHB Land Credit & Mortgage Bank verteuerten sich um 1,80 Prozent auf 508 Forint. OTP-Bank-Aktien kletterten gar um 3,82 Prozent auf 3.777 Forint. Unter den weiteren Blue Chips legten Magyar Olay es Gazipari (Mol) um 0,60 Prozent auf 16.700 Forint zu und MTelekom gingen um 1,08 Prozent auf 454 Forint zurück.
Auch politische Meldungen standen im Fokus. Das ungarische Parlament hatte das umstrittene Gesetz zur Reform der Zentralbank zurückgezogen. Das Parlament stimmte mit 295 Ja-Stimmen bei 32 Enthaltungen für die Rücknahme des Gesetzes. Die Abgeordneten hatten Ende Mai unter dem Druck der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds für eine Reihe von Änderungen des Gesetzes votiert. Aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde damit aber noch immer nicht die Unabhängigkeit der ungarischen Zentralbank gesichert. Das Parlament will nun kommende Woche über ein in Zusammenarbeit mit der EZB ausgearbeitetes Gesetz abstimmen.
In Moskau legte der RTS-Interfax-Index um 0,13 Prozent auf 1.350,15 Punkte zu./ste/APA/la/jha/
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