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Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Gewinne - Hoffnung auf China treibt an
13.07.2012 - 18:17 | Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Hoffnung auf wirtschaftliche Stimulierungsmaßnahmen Chinas haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag beflügelt. Auch eine ungeachtet der Abstufung Italiens erfolgreiche Auktion von Geldmarkttiteln des Landes sorgte für gute Stimmung. Der Dax baute seine Gewinne am Nachmittag noch deutlich aus. Börsianer verwiesen übereinstimmend auf Gerüchte, wonach es derzeit erhebliche Umschichtungen von US-Staatsanleihen und börsengehandelten Indexfonds (ETF) in europäische Aktien gebe. Zum Handelsende stand der Leitindex 2,15 Prozent höher bei 6.557,10 Punkten - auf Wochensicht schaffte er damit ein Plus von 2,29 Prozent. Für den MDax ging es am Freitag um 2,24 Prozent auf 10.621,23 Punkte hoch und der TecDax gewann 1,60 Prozent auf 751,29 Punkte.
Dass das chinesische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf das niedrigste Niveau seit drei Jahren gesunken sei, ist laut Analyst Gregor Kuhn von IG Markets keine Überraschung. 'Vielmehr scheinen die Märkte erleichtert zu sein, dass die Abschwächung des Wirtschaftswachstums ihre Talsohle zu erreichen scheint. Zudem wächst die Hoffnung, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nun ihrerseits mit Maßnahmen tätig werden dürfte, um die Konjunktur noch einmal anzukurbeln.' Eine Herabstufung der Bonität Italiens um gleich zwei Stufen seitens der Ratingagentur Moody’s habe die aktuelle Aufwärtsbewegung ebenso wenig bremsen können wie das von der Universität Michigan ermittelte, überraschend eingetrübte Konsumklima, so der Experte weiter.
BANKEN UNEINHEUTLICH NACH GUTEN JPMORGAN-ZAHLEN
Nicht alle Bankentitel konnten von gut aufgenommenen Zahlen des US-Branchenvertreters JPMorgan profitieren. Für Deutsche Bank ging es am Dax-Ende um 1,86 Prozent bergab, während Commerzbank um 1,14 Prozent zulegten. Börsianer hatten bereits vor den JPMorgan-Zahlen gesagt, die Anleger seien mit Blick auf den deutschen Branchenprimus vorsichtig. Es gebe Sorgen vor einer Ausweitung des Skandals um den Interbanken-Zinssatz Libor. Analystenschätzungen zufolge drohen zahlreichen Instituten teils milliardenschwere Strafen und Schadenersatz-Forderungen. Dabei fällt auch der Name der Deutschen Bank.
Einheitlich positiv entwickelten sich die Autowerte. Für BMW ging es um 3,46 Prozent hoch, nachdem HSBC die Titel das Ziel für die Titel zwar gesenkt, die Übergewichtungs-Empfehlung aber bestätigt hatte. Bei Daimler reichte das beibehaltene neutrale Votum ungeachtet des gesenkten Ziels für ein Kursplus von 3,31 Prozent. Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) schlossen nach zwischenzeitlichen Verlusten 2,54 Prozent höher, nachdem die Wolfsburger für das erste Halbjahr ein kräftiges Absatzplus berichtet, aber vor einer schwierigen zweiten Jahreshälfte gewarnt hatten.
T-AKTIE DANK HOCHSTUFUNG SPITZENREITER IM DAX
Dax-Spitzenreiter dank einer Hochstufung durch die schweizerische Bank Credit Suisse waren die Papiere der Deutschen Telekom mit plus 5,70 Prozent. Die Perspektive für die Tochter T-Mobile USA verbessere sich und der operative Gewinn dürfte sich kurzfristig stabilisiert haben, schrieb Analyst Justin Funnell in einer Branchenstudie. Dazu kamen laut Händlern charttechnische Impulse.
Der EuroStoxx 50 ging 1,39 Prozent höher bei 2259,09 Punkten ins Wochenende. Auch die nationalen Indizes in Paris und London legten zu. In New York notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenende mehr als ein Prozent im Plus.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,01 (Vortag: 1,04) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,25 Prozent auf 135,20 Punkten. Der Bund-Future verlor 0,13 Prozent auf 144,66 Punkte. Der Euro stieg auf 1,2230 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2185 (Donnerstag: 1,2178) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8207 (0,8212) Euro gekostet./gl/he
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-AFX
Dass das chinesische Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal auf das niedrigste Niveau seit drei Jahren gesunken sei, ist laut Analyst Gregor Kuhn von IG Markets keine Überraschung. 'Vielmehr scheinen die Märkte erleichtert zu sein, dass die Abschwächung des Wirtschaftswachstums ihre Talsohle zu erreichen scheint. Zudem wächst die Hoffnung, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt nun ihrerseits mit Maßnahmen tätig werden dürfte, um die Konjunktur noch einmal anzukurbeln.' Eine Herabstufung der Bonität Italiens um gleich zwei Stufen seitens der Ratingagentur Moody’s habe die aktuelle Aufwärtsbewegung ebenso wenig bremsen können wie das von der Universität Michigan ermittelte, überraschend eingetrübte Konsumklima, so der Experte weiter.
Nicht alle Bankentitel konnten von gut aufgenommenen Zahlen des US-Branchenvertreters JPMorgan profitieren. Für Deutsche Bank ging es am Dax-Ende um 1,86 Prozent bergab, während Commerzbank um 1,14 Prozent zulegten. Börsianer hatten bereits vor den JPMorgan-Zahlen gesagt, die Anleger seien mit Blick auf den deutschen Branchenprimus vorsichtig. Es gebe Sorgen vor einer Ausweitung des Skandals um den Interbanken-Zinssatz Libor. Analystenschätzungen zufolge drohen zahlreichen Instituten teils milliardenschwere Strafen und Schadenersatz-Forderungen. Dabei fällt auch der Name der Deutschen Bank.
Einheitlich positiv entwickelten sich die Autowerte. Für BMW ging es um 3,46 Prozent hoch, nachdem HSBC die Titel das Ziel für die Titel zwar gesenkt, die Übergewichtungs-Empfehlung aber bestätigt hatte. Bei Daimler reichte das beibehaltene neutrale Votum ungeachtet des gesenkten Ziels für ein Kursplus von 3,31 Prozent. Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) schlossen nach zwischenzeitlichen Verlusten 2,54 Prozent höher, nachdem die Wolfsburger für das erste Halbjahr ein kräftiges Absatzplus berichtet, aber vor einer schwierigen zweiten Jahreshälfte gewarnt hatten.
Dax-Spitzenreiter dank einer Hochstufung durch die schweizerische Bank Credit Suisse waren die Papiere der Deutschen Telekom mit plus 5,70 Prozent. Die Perspektive für die Tochter T-Mobile USA verbessere sich und der operative Gewinn dürfte sich kurzfristig stabilisiert haben, schrieb Analyst Justin Funnell in einer Branchenstudie. Dazu kamen laut Händlern charttechnische Impulse.
Der EuroStoxx 50 ging 1,39 Prozent höher bei 2259,09 Punkten ins Wochenende. Auch die nationalen Indizes in Paris und London legten zu. In New York notierte der Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenende mehr als ein Prozent im Plus.
Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,01 (Vortag: 1,04) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,25 Prozent auf 135,20 Punkten. Der Bund-Future verlor 0,13 Prozent auf 144,66 Punkte. Der Euro stieg auf 1,2230 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2185 (Donnerstag: 1,2178) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8207 (0,8212) Euro gekostet./gl/he
--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---
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