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UPDATE: Opel soll in Rüsselsheim Limousinen für PSA bauen - Zeitung
26.06.2012 - 22:12 | Quelle: Dow Jones Newswire Web
--Allianz von Opel und Peugeot Citroen soll umfassender ausfallen
--Teile der Produktion sollen laut Bericht zusammengelegt werden
--Opel bezeichnet den Zeitungsbericht als Spekulation
NEU: Reaktion von Opel)
Von Nico Schmidt
Die Allianz von Opel und dem französischen Autobauer PSA Peugeot Citroen soll offenbar umfassender als erwartet ausfallen. Über die schon angekündigte Kooperation im Einkauf, der Entwicklung und der Logistik hinaus sollen auch Teile der Produktion zusammengelegt werden, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt. Der Autobauer bezeichnete den Bericht umgehend als "pure Spekulation".
Es gibt ein solches Szenario, über das derzeit ernsthaft mit den Franzosen verhandelt wird", sagte Armin Schild, der Vorsitzende des IG-Metall-Bezirks Frankfurt der Zeitung. Schild sitzt auch im im Aufsichtsrat der Rüsselsheimer Adam Opel AG.
Geplant ist laut dem Bericht, die PSA-Mittelklasselimousinen Peugeot 508 und Citroen C5 künftig im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim vom Band laufen zu lassen. Aus dem Werk war zuletzt die Montage des Kompaktwagen Astra abgezogen worden und nach England und Polen verlagert worden.
Die beiden französischen Modelle werden bisher im PSA-Werk Rennes hergestellt, das im Fall der Verlagerung laut der Zeitung vermutlich geschlossen werden müsste. Im Gegenzug soll PSA nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung künftig Opels Van Zafira produzieren, der momentan noch in Bochum vom Band läuft.
Die Rüsselsheimer, die wie auch PSA mit massiven Überkapazitäten kämpfen und seit Jahren Verluste schreiben, wollen das Werk in Nordrhein-Westfalen nach 2016 schließen, sollte sich das schwierige Marktumfeld in Westeuropa nicht grundlegend ändern. Der Automobilmarkt auf dem alten Kontinent schrumpft seit mehreren Jahren.
Die Meldung, es gäbe Planungen, Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroen im Werk Rüsselsheim zu bauen, ist pure Spekulation", erklärte Opel. Der Fertigungsbereich sei derzeit nicht Gegenstand des Allianz-Abkommens zwischen der Muttergesellschaft General Motors und PSA.
Die Hessen dementierten, dass im Zuge eines Abfindungsprogramms in Rüsselsheim 1.500 Stellen abgebaut werden sollen. Auch dies berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung und berief sich dabei auf Gewerkschafter. Die Behauptung sei falsch, ließ das Unternehmen wissen.
Opel biete vereinzelt freiwillige Abfindungsprogramme in einzelnen Unternehmensbereichen. Die Maßnahme umfasse in Rüsselsheim nach aktueller Planungen allerdings lediglich eine zweistellige Zahl an Mitarbeitern. "Wir stellen im Gegenzug an strategisch wichtigen Stellen neue Mitarbeiter ein", erklärte Personalvorstand Holger Kimmes.
Dazu, ob wie ebenfalls von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet, im spanischen Saragossa über Abfindungen 1.500 Stellen gestrichen werden sollen, äußerte sich das Unternehmen nicht. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke will dem Aufsichtsrat am Donnerstag einen umfassenden Sanierungsplan für das chronisch defizitärere Traditionsunternehmen vorlegen. Dabei soll es bisherigen Aussagen nicht nur ums Sparen gehen. Mit neuen Modellen, Motoren und Märkten will Opel wieder in die Gewinnzone zurückkehren.
Kontakt zum Autor: nico.schmidt@dowjones.com
DJG/kla
END) Dow Jones Newswires
June 26, 2012 16:12 ET (20:12 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
--Teile der Produktion sollen laut Bericht zusammengelegt werden
NEU: Reaktion von Opel)
Von Nico Schmidt
Es gibt ein solches Szenario, über das derzeit ernsthaft mit den Franzosen verhandelt wird", sagte Armin Schild, der Vorsitzende des IG-Metall-Bezirks Frankfurt der Zeitung. Schild sitzt auch im im Aufsichtsrat der Rüsselsheimer Adam Opel AG.
Geplant ist laut dem Bericht, die PSA-Mittelklasselimousinen Peugeot 508 und Citroen C5 künftig im Opel-Stammwerk in Rüsselsheim vom Band laufen zu lassen. Aus dem Werk war zuletzt die Montage des Kompaktwagen Astra abgezogen worden und nach England und Polen verlagert worden.
Die beiden französischen Modelle werden bisher im PSA-Werk Rennes hergestellt, das im Fall der Verlagerung laut der Zeitung vermutlich geschlossen werden müsste. Im Gegenzug soll PSA nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung künftig Opels Van Zafira produzieren, der momentan noch in Bochum vom Band läuft.
Die Rüsselsheimer, die wie auch PSA mit massiven Überkapazitäten kämpfen und seit Jahren Verluste schreiben, wollen das Werk in Nordrhein-Westfalen nach 2016 schließen, sollte sich das schwierige Marktumfeld in Westeuropa nicht grundlegend ändern. Der Automobilmarkt auf dem alten Kontinent schrumpft seit mehreren Jahren.
Die Meldung, es gäbe Planungen, Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroen im Werk Rüsselsheim zu bauen, ist pure Spekulation", erklärte Opel. Der Fertigungsbereich sei derzeit nicht Gegenstand des Allianz-Abkommens zwischen der Muttergesellschaft General Motors und PSA.
Die Hessen dementierten, dass im Zuge eines Abfindungsprogramms in Rüsselsheim 1.500 Stellen abgebaut werden sollen. Auch dies berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung und berief sich dabei auf Gewerkschafter. Die Behauptung sei falsch, ließ das Unternehmen wissen.
Opel biete vereinzelt freiwillige Abfindungsprogramme in einzelnen Unternehmensbereichen. Die Maßnahme umfasse in Rüsselsheim nach aktueller Planungen allerdings lediglich eine zweistellige Zahl an Mitarbeitern. "Wir stellen im Gegenzug an strategisch wichtigen Stellen neue Mitarbeiter ein", erklärte Personalvorstand Holger Kimmes.
Dazu, ob wie ebenfalls von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet, im spanischen Saragossa über Abfindungen 1.500 Stellen gestrichen werden sollen, äußerte sich das Unternehmen nicht. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke will dem Aufsichtsrat am Donnerstag einen umfassenden Sanierungsplan für das chronisch defizitärere Traditionsunternehmen vorlegen. Dabei soll es bisherigen Aussagen nicht nur ums Sparen gehen. Mit neuen Modellen, Motoren und Märkten will Opel wieder in die Gewinnzone zurückkehren.
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June 26, 2012 16:12 ET (20:12 GMT)
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