Marktberichte
Aktien Frankfurt: Dax ins Plus gedreht - Stratege: Risikofreude legt etwas zu
11.07.2012 - 11:49 | Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax ist am Mittwoch nach einem schwächeren Start bis zum Mittag die Kehrtwende gelungen. Zuletzt legte der Dax um 0,22 Prozent auf 6.452,71 Punkte zu. Bereits am Vortag hatte der Leitindex seine Korrekturbewegung mit vier Verlusttagen in Folge unterbrochen. Der MDax konnte seine Verluste am Mittwochmittag auf ein Minus von 0,71 Prozent bei 10.490,53 Punkten abbauen. Der TecDax fiel um 0,32 Prozent auf 757,69 Punkte zurück.
Händler verwiesen wieder einmal auf den Euro, der aktuell als Risikobarometer fungiere und mit seinem Anstieg eine wachsende Risikofreude der Anleger signalisiert. Die Gemeinschaftswährung zieht nach ihrer jüngsten Schwäche nun wieder in Richtung 1,23 US-Dollar an. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: 'So etwas nennt man wohl stabile Seitenlage: Spanien bekommt Geld vom Rettungsschirm und verspricht zu sparen und Reformen zu machen. Vom Bundesverfassungsgericht droht mit dem Blick auf den Rettungsschirm ESM kein unmittelbares Ungemach. Zudem gibt die fallende - offizielle - Inflation in Euroland der EZB die Möglichkeit einer künftig noch freizügigeren Geldpolitik.'
CENTROTHERM-AKTIE STÜRZT AB
Mit seinem Insolvenzantrag lieferte Centrotherm Photovoltaics zunächst eines der Hauptgesprächsthemen am Markt. Die Aktie, die mittlerweile jenseits der großen Indizes notiert, stürzte um 75 Prozent ab.Das Unternehmen hatte am Vorabend Insolvenzantrag gestellt. Die Nachricht belastete die komplette Solarbranche: Im TecDax fielen Solarworld und SMA Solar um 3,24 und 0,62 Prozent. Nachdem Centrotherm bereits im vergangenen Monat über gravierende finanzielle Probleme berichtet hatte, sei der Antrag aber keine wirkliche Überraschung, kommentierte ein Börsianer. Centrotherm sei somit die nächste Pleite in der insgesamt gebeutelten Branche.
Bei den Blue-Chips litten Daimler und MAN unter negativen Nachrichten aus dem US-Lastwagenmarkt. Händler verwiesen auf eine Zielsenkung vom Diesel- und Gasmotoren-Hersteller Cummins wegen eines schwachen Auftragstrends in den USA und einer ausbleibenden Erholung in Brasilien. Das färbe negativ auf Daimler und MAN ab. Die beiden Aktien gehörten mit Abschlägen von 0,72 und 0,40 Prozent zu den größeren Verlierern im Dax. Nach einem positiven Analystenkommentar bildeten die beiden Versorger Eon und RWE mit Kursgewinnen von etwas mehr als einem Prozent das Gegenstück.
Zu den weiteren Lichtblicken zählte mit Gerresheimer ein Wert aus der zweiten Reihe. Die Quartalszahlen des Verpackungsspezialisten fielen laut Händlerkommentaren besser als erwartet aus. Zudem hob Gerresheimer seine Umsatzprognose erneut an, was die Marktteilnehmer ebenfalls lobten. Die Aktien verteuerten sich um knapp sechs Prozent. Am MDax-Ende sackten die Papiere von EADS um 4,28 Prozent ab. Die Flugzeugtochter Airbus hatte zuvor ihr Verkaufsziel für den A380 im laufenden Jahr kassiert./rum/ag
Quelle: dpa-AFX
Händler verwiesen wieder einmal auf den Euro, der aktuell als Risikobarometer fungiere und mit seinem Anstieg eine wachsende Risikofreude der Anleger signalisiert. Die Gemeinschaftswährung zieht nach ihrer jüngsten Schwäche nun wieder in Richtung 1,23 US-Dollar an. Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank sagte: 'So etwas nennt man wohl stabile Seitenlage: Spanien bekommt Geld vom Rettungsschirm und verspricht zu sparen und Reformen zu machen. Vom Bundesverfassungsgericht droht mit dem Blick auf den Rettungsschirm ESM kein unmittelbares Ungemach. Zudem gibt die fallende - offizielle - Inflation in Euroland der EZB die Möglichkeit einer künftig noch freizügigeren Geldpolitik.'
Mit seinem Insolvenzantrag lieferte Centrotherm Photovoltaics zunächst eines der Hauptgesprächsthemen am Markt. Die Aktie, die mittlerweile jenseits der großen Indizes notiert, stürzte um 75 Prozent ab.Das Unternehmen hatte am Vorabend Insolvenzantrag gestellt. Die Nachricht belastete die komplette Solarbranche: Im TecDax fielen Solarworld und SMA Solar um 3,24 und 0,62 Prozent. Nachdem Centrotherm bereits im vergangenen Monat über gravierende finanzielle Probleme berichtet hatte, sei der Antrag aber keine wirkliche Überraschung, kommentierte ein Börsianer. Centrotherm sei somit die nächste Pleite in der insgesamt gebeutelten Branche.
Bei den Blue-Chips litten Daimler und MAN unter negativen Nachrichten aus dem US-Lastwagenmarkt. Händler verwiesen auf eine Zielsenkung vom Diesel- und Gasmotoren-Hersteller Cummins wegen eines schwachen Auftragstrends in den USA und einer ausbleibenden Erholung in Brasilien. Das färbe negativ auf Daimler und MAN ab. Die beiden Aktien gehörten mit Abschlägen von 0,72 und 0,40 Prozent zu den größeren Verlierern im Dax. Nach einem positiven Analystenkommentar bildeten die beiden Versorger Eon und RWE mit Kursgewinnen von etwas mehr als einem Prozent das Gegenstück.
Quelle: dpa-AFX
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