Tagesüberblick
Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Verluste - Rücksetzer nach Rally
08.08.2012 - 08:21 | Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax winken nach seiner jüngsten Kursrally am Mittwoch zunächst moderate Verluste. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex gab gegen 8.10 Uhr um 0,27 Prozent nach. Zuletzt hatte das Börsenbarometer in drei Handelstagen knapp sechs Prozent gewonnen.
Marktteilnehmer rechnen weiter mit einem Test der runden Marke von 7.000 Punkten. Die Vorgaben deuten aber zunächst auf einen kleineren Rücksetzer hin: So hatte es zwar an der Wall Street den dritten Gewinntag in Folge gegeben und der S&P-500-Index konnte sich erstmals seit Mai wieder über der Marke von 1.400 Punkten halten. Seit dem Xetra-Schluss gab der Future auf den Dow Jones Industrial allerdings um 0,24 Prozent nach. In Asien zeigte sich am Morgen kein klarer Trend. Die Berichtssaison konzentriert sich in Deutschland an diesem Mittwoch auf die zweite Reihe. Auf der Agenda stehen zudem die Platzierung einer zehnjährigen Anleihe des Bundes sowie US-Produktivitätsdaten.
KLÖCKNER & CO SACKEN NACH ZAHLEN VORBÖRSLICH AB
Die sich zuspitzende Wirtschaftslage in Europa brockte dem Stahlhandelskonzern Klöckner & Co (KlöCo) im zweiten Quartal einen Nettoverlust ein. Während der Umsatz noch um vier Prozent stieg, brach der operative Gewinn um fast die Hälfte ein. Ein Händler sprach in einer ersten Einschätzung von sehr schwachen Zahlen. Beim Broker Lang & Schwarz sackten sie vorbörslich um mehr als sechs Prozent ab.
Der Chemikalienhändler Brenntag verdiente im zweiten Quartal dank seiner jüngsten Zukäufe mehr als vor einem Jahr und steigerte auch den Umsatz. Die Analystenschätzungen übertraf der Chemikalienhändler überwiegend. Laut Börsianern blieb der konkretisierte Jahresausblick aber hinter den Konsensschätzungen zurück, so dass es zu Gewinnmitnahmen kommen könnte. Beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ließen die Kosten der neuen Landebahn die Gewinne sinken. Der Umsatz blieb hingegen fast stabil. Ein Händler monierte, dass der Überschuss im ersten Halbjahr enttäuscht habe. Entsprechend büßten die Titel vorbörslich mehr als zweieinhalb Prozent ein.
STADA-GEWINN SINKT - AXEL SPRINGER WÄCHST WEITER
Auch beim Generikahersteller Stada ging der Überschuss im ersten Halbjahr zurück - hier belasteten Kosten für den Konzernumbau. Dagegen legte der Umsatz zu. Händler sahen den Gewinn unter den Erwartungen, so dass die Aktien sich vor dem Handelsstart etwas schwächer präsentierten. Der Medienkonzern Axel Springer blieb indes dank eines starken Geschäfts im Internet auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg wie erwartet, während der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) etwas besser ausfiel als von Analysten prognostiziert.
Schwache Zahlen für das dritte Geschäftsquartal legte der Handelskonzern Douglas Holding vor: Umsatz und Gewinne verfehlten die Konsensschätzungen. Die Aktien gaben vorbörslich ein Prozent ab. Nach den am Vorabend vorgelegten Zahlen legten Freenet-Aktien bei L&S zu. 'Die Gewinnseite liegt etwas über den Schätzungen, der Durchschnittsumsatz und die Anzahl der Mobilfunkkunden enttäuschen dagegen leicht', so ein Händler. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Dividendenrendite rechnet er mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends, zumal auch der Ausblick bestätigt wurde. /gl/rum
Quelle: dpa-AFX
Marktteilnehmer rechnen weiter mit einem Test der runden Marke von 7.000 Punkten. Die Vorgaben deuten aber zunächst auf einen kleineren Rücksetzer hin: So hatte es zwar an der Wall Street den dritten Gewinntag in Folge gegeben und der S&P-500-Index konnte sich erstmals seit Mai wieder über der Marke von 1.400 Punkten halten. Seit dem Xetra-Schluss gab der Future auf den Dow Jones Industrial allerdings um 0,24 Prozent nach. In Asien zeigte sich am Morgen kein klarer Trend. Die Berichtssaison konzentriert sich in Deutschland an diesem Mittwoch auf die zweite Reihe. Auf der Agenda stehen zudem die Platzierung einer zehnjährigen Anleihe des Bundes sowie US-Produktivitätsdaten.
Die sich zuspitzende Wirtschaftslage in Europa brockte dem Stahlhandelskonzern Klöckner & Co (KlöCo) im zweiten Quartal einen Nettoverlust ein. Während der Umsatz noch um vier Prozent stieg, brach der operative Gewinn um fast die Hälfte ein. Ein Händler sprach in einer ersten Einschätzung von sehr schwachen Zahlen. Beim Broker Lang & Schwarz sackten sie vorbörslich um mehr als sechs Prozent ab.
Der Chemikalienhändler Brenntag verdiente im zweiten Quartal dank seiner jüngsten Zukäufe mehr als vor einem Jahr und steigerte auch den Umsatz. Die Analystenschätzungen übertraf der Chemikalienhändler überwiegend. Laut Börsianern blieb der konkretisierte Jahresausblick aber hinter den Konsensschätzungen zurück, so dass es zu Gewinnmitnahmen kommen könnte. Beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ließen die Kosten der neuen Landebahn die Gewinne sinken. Der Umsatz blieb hingegen fast stabil. Ein Händler monierte, dass der Überschuss im ersten Halbjahr enttäuscht habe. Entsprechend büßten die Titel vorbörslich mehr als zweieinhalb Prozent ein.
Auch beim Generikahersteller Stada ging der Überschuss im ersten Halbjahr zurück - hier belasteten Kosten für den Konzernumbau. Dagegen legte der Umsatz zu. Händler sahen den Gewinn unter den Erwartungen, so dass die Aktien sich vor dem Handelsstart etwas schwächer präsentierten. Der Medienkonzern Axel Springer blieb indes dank eines starken Geschäfts im Internet auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg wie erwartet, während der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) etwas besser ausfiel als von Analysten prognostiziert.
Schwache Zahlen für das dritte Geschäftsquartal legte der Handelskonzern Douglas Holding vor: Umsatz und Gewinne verfehlten die Konsensschätzungen. Die Aktien gaben vorbörslich ein Prozent ab. Nach den am Vorabend vorgelegten Zahlen legten Freenet-Aktien bei L&S zu. 'Die Gewinnseite liegt etwas über den Schätzungen, der Durchschnittsumsatz und die Anzahl der Mobilfunkkunden enttäuschen dagegen leicht', so ein Händler. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Dividendenrendite rechnet er mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends, zumal auch der Ausblick bestätigt wurde. /gl/rum
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