Wirtschaft & Politik
Spaniens neuer Zentralbankchef teilt gegen Vorgänger kräftig aus
17.07.2012 - 14:03 | Quelle: Dow Jones Newswire Web
Von Christopher Bjork
MADRID--Der neue Gouverneur der spanischen Zentralbank hat seinen Vorgänger scharf angegriffen. Luis M. Linde warf dem im Juni aus dem Amt geschiedenen Miguel Angel Fernandez Ordonez vor, nach dem Platzen der Immobilienblase versagt zu haben. Sein Vorgänger habe in verschiedenen Punkten "mit wenig Entschlossenheit, nicht ausreichend und inadäquat" gehandelt.
Der Vertrauensverlust in unser Bankensystem kann nicht allein auf den Abschwung der Weltwirtschaft oder die Probleme in der Eurozone geschoben werden", sagte Linde. Die spanische Notenbank sei bei der makroprudenziellen Aufsicht nicht erfolgreich gewesen.
Die konservative Regierung habe einen radikaleren Ansatz gewählt, um den Bankensektor wieder in Ordnung zu bringen, ergänzte der neue Gouverneur. Der Vorgänger Ordonez war von der sozialistischen Vorgängerregierung ernannt worden und hat seinen Posten einen Monat früher als ursprünglich vorgesehen zur Verfügung gestellt.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/chg/apo
END) Dow Jones Newswires
July 17, 2012 08:03 ET (12:03 GMT)
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MADRID--Der neue Gouverneur der spanischen Zentralbank hat seinen Vorgänger scharf angegriffen. Luis M. Linde warf dem im Juni aus dem Amt geschiedenen Miguel Angel Fernandez Ordonez vor, nach dem Platzen der Immobilienblase versagt zu haben. Sein Vorgänger habe in verschiedenen Punkten "mit wenig Entschlossenheit, nicht ausreichend und inadäquat" gehandelt.
Die konservative Regierung habe einen radikaleren Ansatz gewählt, um den Bankensektor wieder in Ordnung zu bringen, ergänzte der neue Gouverneur. Der Vorgänger Ordonez war von der sozialistischen Vorgängerregierung ernannt worden und hat seinen Posten einen Monat früher als ursprünglich vorgesehen zur Verfügung gestellt.
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