Marktberichte
Deutsche Anleihen mit kräftigen Gewinnen - Lage in Spanien spitzt sich zu
20.07.2012 - 19:22 | Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen waren am Freitag abermals stark gefragt. Händler verwiesen auf die eskalierende Lage am spanischen Anleihemarkt und und die trübe Stimmung an den Börsen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg bis zum Abend um 0,41 Prozent auf 145,73 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sank um fünf Stellen auf 1,17 Prozent.
An den Anleihemärkten Spaniens und Italiens spitzte sich die Lage vor dem Wochenende wieder zu. In Spanien stieg der Risikoaufschlag für heimische Staatsanleihen zu deutschen Papieren mit zehnjähriger Laufzeit auf einen Rekordwert. Zudem kletterten die Renditen im fünf- und 30-jährigen Laufzeitbereich auf die höchsten Stände seit der Euro-Einführung. Auch italienische Staatstitel gerieten kräftig unter Druck.
Dass die Euro-Finanzminister am Nachmittag grünes Licht für die bis zu 100 Milliarden Euro schweren Hilfsgelder für die spanischen Banken gaben, beeindruckte die Investoren überhaupt nicht. 'Dem Markt wird mehr und mehr bewusst, dass die bisherigen Maßnahmen und Ankündigungen der Politik keinen Ausweg aus der Eurokrise weisen', sagte Experte Sebastian Sachs vom Bankhaus Metzler.
Laut Sachs ist es immer noch völlig unklar, ob die bisher vorgesehenen Summen tatsächlich ausreichen. Auch die auf dem letzten Euro-Gipfel besprochene Bankenunion sei bisher nur eine Ankündigung. 'Die Umsetzung liegt noch in ferner Zukunft, und es ist noch nicht einmal sicher, ob es überhaupt dazu kommt', sagte Sachs. 'Mit Ankündigungen alleine kann man die Märkte nicht mehr überzeugen.'/hbr/he
Quelle: dpa-AFX
An den Anleihemärkten Spaniens und Italiens spitzte sich die Lage vor dem Wochenende wieder zu. In Spanien stieg der Risikoaufschlag für heimische Staatsanleihen zu deutschen Papieren mit zehnjähriger Laufzeit auf einen Rekordwert. Zudem kletterten die Renditen im fünf- und 30-jährigen Laufzeitbereich auf die höchsten Stände seit der Euro-Einführung. Auch italienische Staatstitel gerieten kräftig unter Druck.
Laut Sachs ist es immer noch völlig unklar, ob die bisher vorgesehenen Summen tatsächlich ausreichen. Auch die auf dem letzten Euro-Gipfel besprochene Bankenunion sei bisher nur eine Ankündigung. 'Die Umsetzung liegt noch in ferner Zukunft, und es ist noch nicht einmal sicher, ob es überhaupt dazu kommt', sagte Sachs. 'Mit Ankündigungen alleine kann man die Märkte nicht mehr überzeugen.'/hbr/he
Quelle: dpa-AFX






