Best Sprint: Nach Ausbruch bei SAP jetzt zweistellige Renditen sichern
21.09.2012 - 09:00 | Quelle: Investmentecke
Neues Jahreshoch! Der Aktie von SAP ist dieses Kunststück im Laufe der Woche gelungen. Und nicht nur das. Ein Niveau von rund 56 Euro hatte die Softwareschmiede zuletzt im Jahr 2000 verbuchen können. Gerade bei charttechnisch agierenden Anlegern dürfte der Titel damit endgültig auf der Kauf-Watchlist gelandet sein. Denn neue Hochs bedeuten immer auch eine nachhaltig starke Nachfrage, was Hoffnung auf weiter steigende Notierungen oder zumindest eine gewisse Stabilisierung auf hohem Niveau macht.
Auch fundamental gibt es vermeintlich gute Nachrichten. Nachdem sich SAP bislang voll auf Unternehmenssoftware spezialisiert hatte, dringt der Konzern jetzt auch in das Geschäft mit den Konsumenten vor. Bis zum Jahr 2015 will der Softwaregigant insgesamt eine Milliarde Nutzer seiner Software haben und dabei auch auf die Endkunden zurückgreifen. Die Analysten der LBBW sehen diesen Schritt positiv und rechnen damit, dass das Geschäft mit den für diese Klientel bedeutsamen Applikation für Smartphones und Tablet-PCs dem Unternehmen neue Dynamik verleihen wird. Und das sollte dann ja auch dem Aktienkurs zugute kommen. Allerdings ist das alles noch Zukunftsmusik. Kurzfristig steht vor allem das charttechnische Kaufsignal im Fokus.
Interessant für verhalten optimistische Anleger sind vor diesem Hintergrund die als absolute Nischenprodukte geltenden Sprintzertifikate. Wie bei den wesentlich beliebteren Discountern sind die Gewinnchancen nach oben zwar begrenzt. Statt eines Puffers bei fallenden Kursen werden hier aber die ersten Kursgewinne gehebelt, so dass bei moderat steigenden Notierungen überdurchschnittlich hohe Gewinne warten. Und auch die Seitwärtsrenditen fallen in der Regel wesentlich höher aus. Bei einem bis Ende 2013 laufenden Sprinter der DZ Bank etwa ist die Sprintstrecke von 48 bis 54 Euro markiert. Das bedeutet, dass jeder Cent innerhalb dieser Range am Ende der Laufzeit verdoppelt wird. Steht die Aktie bei 49 Euro, werden 50 Euro ausgezahlt. Bei einem Aktienkurs von 52 Euro werden vier Euro (von 48 bis 52) dazu "geschenkt", so dass es am Ende 56 Euro gäbe. Und ab Notierungen von 54 Euro wird dann der Maximalbetrag von 60 Euro fällig. Für Anleger würde das einen Gewinn von knapp 14 Prozent bedeuten. Und um dieses Ziel zu erreichen, muss die SAP-Aktie unter dem Strich lediglich ihr aktuelles Kursniveau in etwa halten und bei Fälligkeit über dem gerade überwundenen alten Jahreshoch stehen (WKN: DZ89VF). Für kurzfristig sehr optimistische SAP-Fans bietet sich alternativ ein noch drei Monate laufender Sprinter an, bei dem die Verdoppelungstrecke gerade erst anfängt. Hier wird von 56 bis 62 Euro jeder Cent zweimal ausgezahlt. Steigt die Aktie um mindestens elf Prozent auf dann 62 Euro oder höher, bedeutet die Rückzahlung von 68 Euro einen schnellen Gewinn von gut 18 Prozent. Die Seitwärtsrendite ist dafür bei diesem offensiven Kurzläufer mit minus drei Prozent leicht negativ (WKN: DZ89U3).
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Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit beinahe 15 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate zum "Journalist des Jahres" gekürt.
Thomas Koch ist CEFA-Invest-mentanalyst, Investmentspezialist für strukturierte Produkte (ISSP) und geprüfter Zertifikateberater (EDA). Seit 2004 beschäftigt er sich als freier Journalist schwerpunktmäßig mit dem Markt für Zertifikate und Hebelprodukte und ist u.a. für das Fachmagazin "Der Zertifikateberater" und hauptverantwortlich für den Newsletter "Platow Derivate" tätig.