Investmentecke
Einladung zum Shorten - Ab morgen dürfen bei Facebook auch die Altaktionäre verkaufen
15.08.2012 - 09:00 | Quelle: Investmentecke
Die wichtigsten Investoren, die ab morgen ihr Facebook-Abenteuer beenden könnten, sind Goldman Sachs, Microsoft und die Venture-Capital-Gesellschaft Accel. Vor allem letztere gelten als Kandidat für einen schnellen Absch(l)uss. Dies folgt zum einen aus der grundsätzlichen Logik des Venture-Capital-Geschäftsmodells bei dem eben auch irgendwann ein Engagement wieder beendet werden muss. Und dies folgt zum anderen daraus, weil die Accel-Beteiligung auch nach dem Kursverfall immer noch satt im Plus liegt und dementsprechend viel Gewinn eingesammelt werden könnte. Nach Angaben der FTD hat sich Accel im Jahr 2005 für 12,7 Millionen Dollar ein großes Aktienpaket gesichert, das heute einen Gegenwert von 2,8 Milliarden hat, womit sich genug Anreize für einen erfolgreichen Exit und ein paar Gewinnmitnahmen ergeben.
Vorboten für verheerende Kursverläufe beim Auslaufen der Sperrfristen gibt es einige. Groupon und Zynga gaben an den entsprechenden Stichtagen beinahe zehn Prozent ab. Bei dem nicht ganz so bekannten Bewertungsportal "Angie's List" (nein, das hat nichts mit Frau Merkel zu tun!) ging es gerade um stattliche 16 Prozent nach unten.
Derzeit ist nicht zu erkennen, warum es bei Facebook anders laufen sollte. Und selbst wenn. Dass die Aktie am Tag des Frist-Endes gegen den Trend massiv nach oben springt, scheint trotzdem extrem unwahrscheinlich, sodass sich eine kurze Short-Spekulation irgendwie aufdrängt: Stürzt die Aktie ab - dann Bingo! Tut sie es nicht, dann schnell wieder raus.
Ralf Andreß
Im Artikel erwähnt...
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