Investmentecke
Zurück auf Los! Der Euro wird sein Startniveau wiedersehen
26.07.2012 - 09:00 | Quelle: Investmentecke
Fakt ist jedenfalls, dass der Euro derart unbeliebt ist, dass sich auch die Investoren von ihm abwenden. Selbst gegenüber dem ebenfalls von diversen Problemen belasteten US-Dollar verliert er immer mehr an Wert. Auf Jahressicht ist der Kurs von damals rund 1,45 Dollar um etwa 17 Prozent gefallen, was bei Wechselkursen schon einem Crash gleicht. Bei Notierungen von aktuell gut 1,21 Dollar nähert sich der Euro damit seinem Startkurs bei der offiziellen Einführung Anfang 1999. Damals war ein Wert von 1,1789 Dollar ermittelt worden. Im Anschluss ging es übrigens bis auf unter 0,83 Dollar zurück, was die aktuelle Euro-Panik durchaus etwas relativiert.
Was mittelfristig also den Euro-Bulllen Mut machen sollte, bietet kurzfristig den Bären noch einmal attraktive Chancen. Denn die Wahl des neuen (oder alten) US-Präsidenten steht nun mal erst Anfang November auf dem Programm. Bis dahin vergehen noch gut drei Monate. Und auf dem Weg zu seinem "Vor-Wahl-Tief" kam der Euro in der Vergangenheit nach Beobachtung der Analysten häufig ab Juli nochmals unter Druck. Dazu passt, dass viele Marktteilnehmer davon ausgehen, dass die Europäische Zentralbank spätestens bei einem Fall des Euro auf oder unter sein damaliges Startniveau in den Markt eingreifen und den Euro stützen wird. Solche Überlegungen werden gerade von den großen Spekulanten gerne dazu genutzt, um die Notenbanken zu einem Eingreifen zu "zwingen", indem man die Währung genau auf dieses Niveau runterzieht.
Es besteht demnach also eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Euro die Marke von rund 1,18 Dollar in den kommenden Wochen tatsächlich noch einmal testet. So wie zuletzt im Juni 2010, als das Jahrestief bei rund 1,188 Dollar markiert wurde. Weil in diesem Bereich mit einer sehr volatilen Bewegung zu rechnen ist, bieten sich für risikofreudige Anleger Produkte an, bei denen das einmalige Erreichen bestimmter Kursmarken ausreicht, um automatisch den maximalen Erfolg zu erlangen. Möglich ist das mit bestimmten exotischen Optionsscheinen. Die Deutsche Bank bietet zum Beispiel einen "One Touch"-Put auf den Euro/Dollar-Kurs an, bei dem Anlegern ein Fixbetrag von zehn Euro ausgezahlt wird, wenn der Euro bis zum Ende der Laufzeit irgendwann mal unter die Marke von 1,19 Dollar fällt. Im Erfolgsfall winkt hier ein Gewinn von über 60 Prozent (WKN: DX05EV). Noch etwas größer sind die Erfolgschancen bei einem Produkt mit einer One-Touch-Barriere von 1,20 Dollar. Hier gibt es aktuell aber auch nur gut 25 Prozent zu verdienen (WKN: DX05EU). Beachten sollten Anleger allerdings, dass beide Scheine nur noch bis Ende August laufen. Sollte die jeweilige Barriere bis dahin nicht unterschritten werden, endet die Spekulation mit einem Totalverlust.
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