Konjunkturprogramme und billiges Geld haben Japans Wirtschaft im ersten Quartal stark wachsen lassen. Wird sich die Erholung der japanischen Wirtschaft fortsetzen?
Dax 8000 - Das euphorische Kursziel hat noch Bestand
31.05.2012 - 09:00 | Quelle: Investmentecke
Gut ein halbes Jahr ist es nun her, dass Wieland Staud (Staud Research), ein bei uns in Deutschland recht bekannter technischer Analyst, bei allen Aktienmarkt-Bullen für gute Laune sorgte. Damals erklärte der Charttechniker die Baisse beim Dax für beendet und rief zugleich ein Kursziel von 8000 Punkten aus. Selbst fünfstellige Notierungen, also Indexstände von 10000 Punkten, seien mittelfristig durchaus realistisch. Erst ein Rückgang unter das Septembertief bei 5.072 Punkten würde sein bullishes Szenario gefährden, hieß es zu diesem Zeitpunkt. Da stand der Dax knapp unterhalb von 6000 Punkten. Im Anschluss ging es erst einmal steil bergauf, bevor Mitte März bei immerhin rund 7200 Punkten die bis heute andauernde Korrektur einsetzte. Bemerkenswert ist vor diesem Hintergrund, dass Staud Anfang März sein Kursziel noch einmal untermauerte, gleichzeitig aber darauf verwies, dass es bald auch mal zu stärkeren Rückschlägen kommen könnte. Eine Vorhersage, die sich nur wenige Wochen später als Volltreffer erwies.
In den letzten Tagen hat sich der Charttechniker nun erneut zu Wort gemeldet. Und klang dabei schon etwas reservierter. Zwar lautet seine unter anderem im aktuellen "X-press-Magazin" der Deutschen Bank aufgestellte Prognose weiterhin, dass an dem strategischen Kursziel von 8000 Punkten nicht gerüttelt wird und der Dax seine "letzte Chance" nutzen und sich "in der nächsten Zeit" in Richtung 7000 Punkten aufmachen wird. Gleichzeitig heißt es aber auch, dass Kurse unter 6420 Punkte diese Prognose "ins Wanken" und der erste Schlusskurs unter 6350 Punkte sie "wohl zum Einsturz" bringen werde.
Und genau dieses Szenario ist bereits vor rund zwei Wochen eingetroffen. Seitdem läuft der Index allerdings seitwärts, so dass der Bruch des mittelfristigen Aufwärtstrends den für diesen Fall befürchteten "GAU" (noch) nicht ausgelöst hat. Hat der Dax also doch noch eine Chance, vielleicht nach einem so genannten Fehlausbruch die alten Ziele anzustreben? Auf der Homepage des Research-Hauses lässt sich in einer vergangene Woche erstellten Analyse jedenfalls lesen, dass erst neue Tiefs unter der Marke von 6229 Dax-Punkten eine "sofortige weitere Schwäche bis in Bereiche von 5600 Punkten" nach sich ziehen dürfte. Hierbei handelt es sich um das bisherige Tief der laufenden Korrektur. Noch ist es also scheinbar nicht zu spät.
Für alle Anleger, die im vergangenen Herbst/Winter aufgrund der vermeintlich positiven Aussichten auf steigende Notierungen gesetzt haben und unverändert investiert sind, bietet es sich vor diesem Hintergrund dennoch an, den Stoppkurs von den damals empfohlenen 5072 Punkten um gut 1000 Punkte anzuheben. Alleine schon deshalb, um wenigstens einen Teil der bisher erzielten Gewinn zu sichern. Der damals hier (Investmentecke vom 8. Dezember) im Zusammenhang mit der Staud-Analyse vorgestellte Mini Long Future von HSBC Trinkaus hatte sich zwischendurch schließlich schon mehr als verdoppelt. Aktuell ist das Plus auf "nur" noch knapp 40 Prozent geschmolzen. In die Verlustzone sollte man mit solch einer Position nicht mehr geraten (WKN: TB27AK).
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Ralf Andreß gehört zu den erfahrensten Zertifikate-journalisten Deutschlands. Als freier Autor berichtet er seit beinahe 15 Jahren über strukturierte Produkte und initiierte bereits 1999 die mehrmals jährlich in "Die Welt" und "Welt am Sonntag" erscheinenden Fachreports zu Derivaten und Zertifikaten. Seit 2004 schreibt er auf Finanztreff.de für die tägliche Börsenkolumne "Investmentecke". Zudem ist er seit 2006 Chefredakteur des von ihm mit ins Leben gerufenen Fachmagazins "Der Zertifikateberater". 2008 wurde er beim erstmals vergebenen Journalistenpreis für die Berichterstattung über Zertifikate zum "Journalist des Jahres" gekürt.
Thomas Koch ist CEFA-Invest-mentanalyst, Investmentspezialist für strukturierte Produkte (ISSP) und geprüfter Zertifikateberater (EDA). Seit 2004 beschäftigt er sich als freier Journalist schwerpunktmäßig mit dem Markt für Zertifikate und Hebelprodukte und ist u.a. für das Fachmagazin "Der Zertifikateberater" und hauptverantwortlich für den Newsletter "Platow Derivate" tätig.