Marktberichte
ROUNDUP/Aktien New York: US-Börsen weiter auf Talfahrt wegen Griechenland-Sorgen
14.05.2012 - 16:53 | Quelle: dpa-AFX
NEW YORK (dpa-AFX) - Wegen der zunehmenden Spekulationen über ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone haben die US-Börsen am Montag ihre seit Tagen anhaltende Abwärtstendenz fortgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial verlor nach der ersten Handelsstunde 0,98 Prozent auf 12.695,46 Punkte. Erstmals seit Anfang Februar stand er wieder unter der Marke von 12.700 Punkten, nachdem er an sieben der letzten acht Tage schon im Minus geschlossen hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 1,01 Prozent auf 1.339,75 Punkte und auch an der Nasdaq waren die Kurstafeln rot eingefärbt. Für den Composite-Index ging es um 0,95 Prozent auf 2.905,87 Punkte nach unten und der Auswahlindex Nasdaq 100 fiel um 0,80 Prozent auf 2.595,05 Punkte.
In Griechenland drohen Neuwahlen, falls Staatspräsident Karolos Papoulias es weiterhin nicht schafft, die wichtigsten Parteien des Landes auf eine gemeinsame Regierung einzuschwören. Diese sind sich zwar grundsätzlich einig, dass Griechenland in der Eurozone bleiben soll. Die kleine Partei Demokratische Linke machte eine Beteiligung an der Regierung aber erneut davon abhängig, dass diese auch die Linken Radikalen einschließt. Diese haben am Sonntag aber die Bildung einer breiten Koalition in Griechenland abgelehnt und fordern das Einfrieren aller Sparmaßnahmen. Die Hängepartie belastete nicht nur die europäischen und asiatischen Aktienmärkte, sondern auch den Euro, und ließ die Renditen für die Staatsanleihen der südeuropäischen Länder der Eurozone steigen.
Die Aktien von JPMorgan waren zunächst der größte Verlierer im Dow Jones. Sie gaben gut 2,5 Prozent auf 36,06 US-Dollar ab, nachdem Zeitungen unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtet hatten, dass der Abgang von drei ranghohen Managern aus der Investmentsparte erwartet werde. Diese hatte mit ihren Finanzwetten binnen sechs Wochen rund zwei Milliarden Dollar verloren und damit die Reputation der größten US-Bank schwer beschädigt. Am vergangenen Freitag waren die Aktien deshalb um mehr als neun Prozent eingebrochen.
Zusätzlich litten die Bankentitel insgesamt unter der Sorge um Griechenland. Die Aktien der Bank of America folgten den deutlich unter Druck stehenden europäischen Finanzwerten mit 1,32 Prozent ins Minus auf 7,45 Dollar. Mit Goldman Sachs und der Citigroup erlitten weitere große Finanzwerte deutliche Verluste von 1,89 und 2,42 Prozent.
Die Yahoo-Titel stemmten sich indes mit plus 2,30 Prozent auf 15,54 Dollar gegen den schwachen Markttrend, nachdem der Chef des kriselnden Internet-Pioniers zurückgetreten ist. Nach nur vier Monaten an der Spitze des Konzerns stolperte Hoffnungsträger Scott Thompson über eine frisierte Biographie. Ein endgültiger Nachfolger steht noch nicht fest. Einstweilen hat ein Werbefachmann das Ruder übernommen.
Ferner standen einige US-Werte mit möglichen Zukaufabsichten in Europa im Blick. Apple-Aktien gaben 0,62 Prozent ab, nachdem es Berichte gab, der iPhone-Hersteller sei an der Übernahme von Loewe interessiert. Der deutsche TV-Hersteller ließ jedoch gleich ein Dementi folgen. Laut einem britischen Medienbericht könnte General Electric (GE) zudem ein möglicher Interessent für den Automationsspezialisten Invensys sein. Die Papiere von GE verloren etwas mehr als zwei Prozent und gehörten so zu den schwächsten Dow-Werten./tih/he
Quelle: dpa-AFX
In Griechenland drohen Neuwahlen, falls Staatspräsident Karolos Papoulias es weiterhin nicht schafft, die wichtigsten Parteien des Landes auf eine gemeinsame Regierung einzuschwören. Diese sind sich zwar grundsätzlich einig, dass Griechenland in der Eurozone bleiben soll. Die kleine Partei Demokratische Linke machte eine Beteiligung an der Regierung aber erneut davon abhängig, dass diese auch die Linken Radikalen einschließt. Diese haben am Sonntag aber die Bildung einer breiten Koalition in Griechenland abgelehnt und fordern das Einfrieren aller Sparmaßnahmen. Die Hängepartie belastete nicht nur die europäischen und asiatischen Aktienmärkte, sondern auch den Euro, und ließ die Renditen für die Staatsanleihen der südeuropäischen Länder der Eurozone steigen.
Zusätzlich litten die Bankentitel insgesamt unter der Sorge um Griechenland. Die Aktien der Bank of America folgten den deutlich unter Druck stehenden europäischen Finanzwerten mit 1,32 Prozent ins Minus auf 7,45 Dollar. Mit Goldman Sachs und der Citigroup erlitten weitere große Finanzwerte deutliche Verluste von 1,89 und 2,42 Prozent.
Die Yahoo-Titel stemmten sich indes mit plus 2,30 Prozent auf 15,54 Dollar gegen den schwachen Markttrend, nachdem der Chef des kriselnden Internet-Pioniers zurückgetreten ist. Nach nur vier Monaten an der Spitze des Konzerns stolperte Hoffnungsträger Scott Thompson über eine frisierte Biographie. Ein endgültiger Nachfolger steht noch nicht fest. Einstweilen hat ein Werbefachmann das Ruder übernommen.
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