Marktberichte
Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend Verluste - Warschau schlägt sich besser
09.05.2012 - 19:34 | Quelle: dpa-AFX
WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST (dpa-AFX) - Die anhaltende Unsicherheit um die weitere politische Entwicklung in Griechenland hat am Mittwoch die osteuropäischen Börsen überwiegend weiter unter Druck gesetzt. In einem europaweit sehr nervösen Handelsumfeld waren in Budapest und Prag deutliche Verluste zu verzeichnen, wohingegen die Börse in Warschau knapp behauptet aus dem Handel ging.
Der ungarische Leitindex Bux fiel um 1,71 Prozent auf 17.223,53 Punkte. Im Blickpunkt standen neue Steuerbeschlüsse der Regierung. Laut Medienberichten soll die 2010 eingeführte Krisensteuer für Banken nicht wie erwartet sofort, sondern erst nächstes Jahr halbiert werden und dann 2014 gänzlich auslaufen. Des weiteren beließ die ungarische Notenbank (MNB) ihren Leitzins unverändert bei 7,0 Prozent. Bankenwerte schlossen sich der schwächeren Branchentendenz in ganz Europa an: FHB verloren 1,10 Prozent auf 536,00 Ungarische Forint und OTP gaben um 0,27 Prozent auf 3.638,00 Forint nach.
Aktien von Magyar Telekom litten mit minus 3,31 Prozent auf 466,00 Forint unter einer weiteren Steueränderung: Wie erwartet wurde eine Steuer auf Telefongespräche beschlossen. Experten rechnen nun mit einer höhere Volatilität der Aktie des Telekom-Konzerns. Ferner gingen die Mol-Aktien 2,04 Prozent leichter bei 16.500,00 Forint aus dem Handel. Auch der Ölkonzern ist von Steueränderungen betroffen: In dem Land tätige Energieunternehmen müssen in Zukunft eine 30-prozentige anstatt der gewöhnlichen 19-prozentigen Konzernsteuer zahlen.
In Prag verlor der Leitindex PX 2,51 Prozent auf 893,1 Zähler, obwohl es erfreuliche Neuigkeiten seitens der tschechischen Konjunktur gab. Im März 2012 hatte das Land den höchsten Außenhandelsüberschuss seiner Geschichte erzielt. Bankenwerte zeigten sich auch hier besonders schwach: Erste Group rutschten um 4,52 Prozent auf 401,00 Tschechische Kronen ab und Komercni Banka büßten 2,91 Prozent auf 3.236,00 Kronen ein.
Uneinheitlich war hingegen die Tendenz bei den Rohstofftiteln: Während Unipetrol behauptet bei 171,00 Kronen als einer der stärksten Werte des Tages aus dem Handel gingen, sackten NWR um 6,28 Prozent auf 113,40 Kronen ab und lagen am unteren Ende des Index. Beim Immobilienentwickler Orco wurde indes bekannt, dass am vergangenen Montag die Zustimmung der deutschen Aktionäre und Anleihehalter zur Umwandlung von Anleihen in Beteiligungskapital eingeholt worden war. Diese Transformation sei Teil einer erwarteten Restrukturierung, so das Urteil der Experten von KBC Securities. Die Papiere gaben dennoch 1,83 Prozent auf 73,47 Kronen ab.
Etwas besser schlug sich hingegen die Börse in Warschau, nachdem die polnische Nationalbank NBP eine Erhöhung ihres Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte auf 4,75 Prozent bekannt gegeben hatte. Der Wig-20 legte knapp um 0,01 Prozent auf 2.168,49 Einheiten zu und der breiter gefasste Wig-Index fiel moderat um 0,24 Prozent auf 39.175,83 Punkte. Unterdessen ist die Berichtssaison in Polen an ihrem Höhepunkt angelangt, unter anderem stand der Quartalsbericht der ING Bank an. Das Geldhaus übertraf mit seinem Gewinnanstieg die Erwartungen und dies verhalf den Papieren um 0,63 Prozent auf 80,00 Polnische Zloty nach oben.
Stärkster Einzelwert im Wig-20 waren die Titel der Bank Handlowy, die 3,08 Prozent auf 77,00 Zloty zulegten. BRE Bank gewannen 1,05 Prozent auf 289,00 Zloty, nachdem das Finanzhaus Analysten gegenüber die Erwartungen für den Nettogewinn im laufenden Geschäftsjahr bestätigte. Die größten Abgaben gab es hingegen für den Öl- und Gaskonzern Grupa Lotos, dessen Titel 4,40 Prozent auf 26,05 Zloty verloren. Das Management des Konzerns hatte wie von Experten erwartet vorgeschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2011 auszuzahlen./emu/APA/tih/he
Quelle: dpa-AFX
Der ungarische Leitindex Bux fiel um 1,71 Prozent auf 17.223,53 Punkte. Im Blickpunkt standen neue Steuerbeschlüsse der Regierung. Laut Medienberichten soll die 2010 eingeführte Krisensteuer für Banken nicht wie erwartet sofort, sondern erst nächstes Jahr halbiert werden und dann 2014 gänzlich auslaufen. Des weiteren beließ die ungarische Notenbank (MNB) ihren Leitzins unverändert bei 7,0 Prozent. Bankenwerte schlossen sich der schwächeren Branchentendenz in ganz Europa an: FHB verloren 1,10 Prozent auf 536,00 Ungarische Forint und OTP gaben um 0,27 Prozent auf 3.638,00 Forint nach.
In Prag verlor der Leitindex PX 2,51 Prozent auf 893,1 Zähler, obwohl es erfreuliche Neuigkeiten seitens der tschechischen Konjunktur gab. Im März 2012 hatte das Land den höchsten Außenhandelsüberschuss seiner Geschichte erzielt. Bankenwerte zeigten sich auch hier besonders schwach: Erste Group rutschten um 4,52 Prozent auf 401,00 Tschechische Kronen ab und Komercni Banka büßten 2,91 Prozent auf 3.236,00 Kronen ein.
Uneinheitlich war hingegen die Tendenz bei den Rohstofftiteln: Während Unipetrol behauptet bei 171,00 Kronen als einer der stärksten Werte des Tages aus dem Handel gingen, sackten NWR um 6,28 Prozent auf 113,40 Kronen ab und lagen am unteren Ende des Index. Beim Immobilienentwickler Orco wurde indes bekannt, dass am vergangenen Montag die Zustimmung der deutschen Aktionäre und Anleihehalter zur Umwandlung von Anleihen in Beteiligungskapital eingeholt worden war. Diese Transformation sei Teil einer erwarteten Restrukturierung, so das Urteil der Experten von KBC Securities. Die Papiere gaben dennoch 1,83 Prozent auf 73,47 Kronen ab.
Stärkster Einzelwert im Wig-20 waren die Titel der Bank Handlowy, die 3,08 Prozent auf 77,00 Zloty zulegten. BRE Bank gewannen 1,05 Prozent auf 289,00 Zloty, nachdem das Finanzhaus Analysten gegenüber die Erwartungen für den Nettogewinn im laufenden Geschäftsjahr bestätigte. Die größten Abgaben gab es hingegen für den Öl- und Gaskonzern Grupa Lotos, dessen Titel 4,40 Prozent auf 26,05 Zloty verloren. Das Management des Konzerns hatte wie von Experten erwartet vorgeschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2011 auszuzahlen./emu/APA/tih/he
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