Marktberichte
Aktien Frankfurt: Dax weiter schwächer - Griechenland bleibt im Fokus
09.05.2012 - 15:02 | Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Steigende Renditen in Spanien und dem politischen Chaos in Griechenland haben den Dax am Mittwoch belastet. Nachdem der Leitindex zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit Ende Januar gesunken war, notierte er am frühen Nachmittag mit einem Abschlag von 0,30 Prozent bei 6.425,17 Punkten. Zuletzt hatte sich auch an den Anleihemärkten der Euro-Krisenländer Spanien und Italien die Stimmung wieder deutlich getrübt. In der viertgrößten Euro-Wirtschaft Spanien stieg die Rendite für zehnjährige Staatspapiere erstmals seit Mitte April wieder über die Marke von sechs Prozent. Unter Druck standen auch italienische Staatstitel. Der MDax gab um 0,63 Prozent auf 10.351,04 Punkte nach und der TecDax rutschte um 0,95 Prozent auf 765,14 Punkte nach unten.
GRIECHENLAND IM FOKUS, BERICHTSSAISON UNTERGEORDNET
Weder die teils guten Unternehmenszahlen noch die im März überraschend deutlich gestiegenen deutschen Exporte konnten die Laune der Anleger unter dem Eindruck der politischen Ungewissheit in Griechenland verbessern. Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets verwies auf die Forderung der radikalen griechischen Linken, die Vereinbarungen mit den internationalen Kreditgebern zu brechen. Das sorge insbesondere in Deutschland für Frust. Allerdings würde ein möglicher Bankrott oder sogar ein Austritt eines Landes aus der Europäischen Währungsunion zunehmend als handhabbares Risiko gesehen. Noch seien die Anleger aber hin- und hergerissen, da nach wie vor unklar sei, wie viel Spielraum die Gläubiger dem pleitebedrohten Griechenland ließen.
Neben der politischen Lage in Griechenland stand dennoch eine Vielzahl von Quartalsberichten im Fokus. Die Aktien der Commerzbank zählten auch am Nachmittag mit einem Kursplus von zuletzt 1,31 Prozent auf 1,547 Euro zu den Favoriten im Dax, nachdem sie zwischenzeitlich mehr als drei Prozent zugelegt hatten. Experten verwiesen zwar auf das unter den Erwartungen liegende Quartalsergebnis, hoben aber gleichzeitig die erfüllten Kapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA positiv hervor.
Dagegen konnten weder Eon mit endgültigen Zahlen noch die Allianz mit überraschend positiven Eckdaten zum ersten Quartal punkten. Die Eon-Aktien gehörten mit einem Abschlag von 2,88 Prozent zu den größten Verlierern. Die Titel der Allianz verloren nach anfänglichen Gewinnen bis zum Nachmittag über 1 Prozent.
LANXESS STARK, KLÖCKNER & CO SCHWACH
Die Papiere von Lanxess zählten nach Zahlen zu den Spitzenwerten im MDax. Sie verteuerten sich um 3,65 Prozent. Der Spezialchemiekonzern überzeugte mit einem starken ersten Quartal und rechnet mit einem weiteren Wachstum. Im Tagesverlauf hatten die Titel von Axel Springer mit einem Plus von zuletzt knapp 6 Prozent Lanxess von der Spitze des Index mittelgroßer Werte verdrängt. Der Medienkonzern profitierte vom digitalen Geschäft und startete überraschend gut ins Jahr 2012. Symrise zogen nach starken Zahlen und einem angehoben Ausblick um 4,85 Prozent an. Das Schlusslicht bildeten die Anteilsscheine des Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöCo) mit einem Minus von fast 9 Prozent. KlöCo hatte zu Jahresbeginn die erhoffte Rückkehr in die schwarzen Zahlen verpasst.
Den Platz an der TecDax-Spitze erkämpften sich wieder die Papiere des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor , nachdem sie diesen vorübergehend an die Aktien des Maschinenbauers Singulus Technologies verloren hatten. Dialog Semiconductor baute seine Lieferbeziehungen zum derzeit weltgrößten Smartphone-Hersteller Samsung aus. Das Schlusslicht bildete Nordex mit einem Abschlag von 4,38 Prozent./mis/la/ck
--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-AFX
GRIECHENLAND IM FOKUS, BERICHTSSAISON UNTERGEORDNET
Neben der politischen Lage in Griechenland stand dennoch eine Vielzahl von Quartalsberichten im Fokus. Die Aktien der Commerzbank zählten auch am Nachmittag mit einem Kursplus von zuletzt 1,31 Prozent auf 1,547 Euro zu den Favoriten im Dax, nachdem sie zwischenzeitlich mehr als drei Prozent zugelegt hatten. Experten verwiesen zwar auf das unter den Erwartungen liegende Quartalsergebnis, hoben aber gleichzeitig die erfüllten Kapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA positiv hervor.
Dagegen konnten weder Eon mit endgültigen Zahlen noch die Allianz mit überraschend positiven Eckdaten zum ersten Quartal punkten. Die Eon-Aktien gehörten mit einem Abschlag von 2,88 Prozent zu den größten Verlierern. Die Titel der Allianz verloren nach anfänglichen Gewinnen bis zum Nachmittag über 1 Prozent.
Die Papiere von Lanxess zählten nach Zahlen zu den Spitzenwerten im MDax. Sie verteuerten sich um 3,65 Prozent. Der Spezialchemiekonzern überzeugte mit einem starken ersten Quartal und rechnet mit einem weiteren Wachstum. Im Tagesverlauf hatten die Titel von Axel Springer mit einem Plus von zuletzt knapp 6 Prozent Lanxess von der Spitze des Index mittelgroßer Werte verdrängt. Der Medienkonzern profitierte vom digitalen Geschäft und startete überraschend gut ins Jahr 2012. Symrise zogen nach starken Zahlen und einem angehoben Ausblick um 4,85 Prozent an. Das Schlusslicht bildeten die Anteilsscheine des Stahlhändlers Klöckner & Co (KlöCo) mit einem Minus von fast 9 Prozent. KlöCo hatte zu Jahresbeginn die erhoffte Rückkehr in die schwarzen Zahlen verpasst.
Den Platz an der TecDax-Spitze erkämpften sich wieder die Papiere des Halbleiterherstellers Dialog Semiconductor , nachdem sie diesen vorübergehend an die Aktien des Maschinenbauers Singulus Technologies verloren hatten. Dialog Semiconductor baute seine Lieferbeziehungen zum derzeit weltgrößten Smartphone-Hersteller Samsung aus. Das Schlusslicht bildete Nordex mit einem Abschlag von 4,38 Prozent./mis/la/ck
--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---
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