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WOCHENAUSBLICK: Im Dax geht es schwankungsreich weiter abwärts
07.05.2012 - 05:50 | Quelle: dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt wird es in der neuen Woche voraussichtlich weiter abwärts gehen. Experten rechnen zugleich mit weiteren starken Kursschwankungen. Zum Auftakt der Handelswoche dürfte der Wahlausgang in Frankreich und Griechenland für Gesprächssstoff sorgen. Bei der Parlamentswahl in Griechenland haben die radikalen Kräfte enorm zugelegt, die sich einer Sanierung des hoch verschuldeten Landes verweigern. Die Wähler straften die bisherigen Regierungsparteien, die bei den internationalen Geldgebern in der Pflicht stehen, am Sonntag ab. In Frankreich hat der Sozialist François Hollande die Präsidentenwahl klar gewonnen.
Markante politische Unsicherheit in Europa, sich eintrübende Konjunkturperspektiven und die Schuldenkrise blieben die wichtigsten Themen in nächster Zeit, urteilt die Landesbank Berlin (LBB). Mittelfristig sind die LBB-Analysten aber optimischer, da viel Geld frei verfügbar sei, es keine echten Anlagealternativen gebe und die meisten Unternehmen moderat bewertet seien.
Analyst Christian Schmidt von der Helaba rechnet in der neuen Woche ebenfalls mit einer Fortsetzung der Mollstimmung am Markt. Als Charttechniker, der die Dax-Entwicklung anhand historischer Kursdaten vorherzusagen versucht, kommentiert er: 'Der Dax war zum wiederholten Mal nicht in der Lage, die Widerstandszone von 6.750 Zählern markant zu überwinden. Die Konsequenz daraus ist, dass aktuell die Unterstützung bei 6.650 Zählern einem Test unterzogen wird.' Angesichts zurzeit überwiegend enttäuschend ausfallender Wirtschaftsdaten rechnet er in Kürze mit einem Index-Ausbruch nach unten. 'Die nächsten Kurszielmarken für den Dax lauten dann 6.528, 6.499, 6.430 und 6.414 Punkte.'
Nach einer zum Mai-Beginn gut angereicherten Woche voll spannender Wirtschaftszahlen dürfte die neue Woche aus Sicht von Volkswirten allerdings eher ruhig verlaufen. Am Montag werden die deutsche Auftragseingänge aus der Industrie für März veröffentlicht und am Dienstag Zahlen zur deutschen Industrieproduktion. In beiden Fällen rechnen die Postbank-Experten mit Anstiegen im Vergleich zum Vormonat Februar. In den USA steht als wichtigster Wirtschaftsindikator am Freitag das von der Universität ermittelte Verbrauchervertrauen für Mai auf der Agenda. 'Nachdem sich der Indikator zuletzt acht Mal in Folge verbessert hat, rechnen wir mit einer Fortsetzung der allerdings sehr mühsamen Kletterpartie', schreiben die Volkswirte der Postbank.
Unternehmensseitig ist der Höhepunkt der Berichtssaison zwar überschritten, doch die neue Woche ist nochmals reichlich gefüllt mit Quartalsbilanzen. Allein sechs Dax-Unternehmen legen noch ihre Zahlen vor: Am Dienstag stehen Deutsche Post und Munich Re im Blick. Nach Analystenmeinung dürfte die Post besser als ihre Konkurrenz ins neue Jahr gestartet sein. Erwartet wird, dass Umsatz und operativer Gewinn auch dank des lukrativen Asien-Geschäfts von DHL Express weiter gewachsen sind. Die Jahresziele sollten bestätigt werden.
Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat im Auftaktquartal 2012 dank ausgebliebener Katastrophen wohl mehr verdient als im gesamten Katastrophenjahr 2011. Ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami in Japan und dem Erdbeben in Neuseeland erwartet der Vorstand unter dem Strich einen Quartalsüberschuss von mehr als 750 Millionen Euro. Analysten sind inzwischen teilweise noch optimistischer. Ein Jahr zuvor hatten die Münchener infolge der Katastrophen fast eine Milliarde Verlust verbucht, im Gesamtjahr war ein Plus von gut 700 Millionen Euro geblieben.
Am Mittwoch stehen dann noch Quartalszahlen der teilverstaatlichten Commerzbank an sowie von Henkel . Am Donnerstag legt die Deutsche Telekom ihren Geschäftsbericht vor und am Freitag RWE . Zudem berichten zahlreiche weitere Unternehmen aus MDax , TecDax und SDax . Der Tag mit der am kräftigsten gefüllten Agenda wird mit rund 30 berichtenden Unternehmen der Donnerstag sein./ck/sf/he
--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-AFX
Markante politische Unsicherheit in Europa, sich eintrübende Konjunkturperspektiven und die Schuldenkrise blieben die wichtigsten Themen in nächster Zeit, urteilt die Landesbank Berlin (LBB). Mittelfristig sind die LBB-Analysten aber optimischer, da viel Geld frei verfügbar sei, es keine echten Anlagealternativen gebe und die meisten Unternehmen moderat bewertet seien.
Nach einer zum Mai-Beginn gut angereicherten Woche voll spannender Wirtschaftszahlen dürfte die neue Woche aus Sicht von Volkswirten allerdings eher ruhig verlaufen. Am Montag werden die deutsche Auftragseingänge aus der Industrie für März veröffentlicht und am Dienstag Zahlen zur deutschen Industrieproduktion. In beiden Fällen rechnen die Postbank-Experten mit Anstiegen im Vergleich zum Vormonat Februar. In den USA steht als wichtigster Wirtschaftsindikator am Freitag das von der Universität ermittelte Verbrauchervertrauen für Mai auf der Agenda. 'Nachdem sich der Indikator zuletzt acht Mal in Folge verbessert hat, rechnen wir mit einer Fortsetzung der allerdings sehr mühsamen Kletterpartie', schreiben die Volkswirte der Postbank.
Unternehmensseitig ist der Höhepunkt der Berichtssaison zwar überschritten, doch die neue Woche ist nochmals reichlich gefüllt mit Quartalsbilanzen. Allein sechs Dax-Unternehmen legen noch ihre Zahlen vor: Am Dienstag stehen Deutsche Post und Munich Re im Blick. Nach Analystenmeinung dürfte die Post besser als ihre Konkurrenz ins neue Jahr gestartet sein. Erwartet wird, dass Umsatz und operativer Gewinn auch dank des lukrativen Asien-Geschäfts von DHL Express weiter gewachsen sind. Die Jahresziele sollten bestätigt werden.
Am Mittwoch stehen dann noch Quartalszahlen der teilverstaatlichten Commerzbank an sowie von Henkel . Am Donnerstag legt die Deutsche Telekom ihren Geschäftsbericht vor und am Freitag RWE . Zudem berichten zahlreiche weitere Unternehmen aus MDax , TecDax und SDax . Der Tag mit der am kräftigsten gefüllten Agenda wird mit rund 30 berichtenden Unternehmen der Donnerstag sein./ck/sf/he
--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-AFX






