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ROUNDUP: Bundesregierung lehnt Strom-Subventionen für Griechenland ab
05.02.2012 - 17:05 | Quelle: dpa-AFX
HAMBURG/BERLIN (dpa-AFX) - Aus einem EU-Plan, dass deutsche Stromkunden die Solarbranche in Griechenland subventionieren, dürfte vorerst nichts werden. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte am Sonntag in Berlin, die Regierung lehne "eine Ausweitung der EEG-Förderung für erneuerbaren Strom, der im Ausland produziert wird", ab. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sprach sich für Sonnenstrom aus Südeuropa aus.
Der "Spiegel" hatte berichtet, die EU wolle die in Deutschland geltende gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien auch für griechische Unternehmen öffnen, die Strom ins europäische Elektrizitätsnetz leiten. Auf diese Weise könnte die Wirtschaft des hochverschuldeten, aber sonnigen Landes angekurbelt werden - über Anreize für Investitionen in griechische Solarparks oder Windkraftanlagen. Zusätzlich solle es für Ökostrom-Investitionen in Griechenland Hilfen der bundeseigenen Staatsbank KfW geben.
Eine Sprecherin des Bundesumweltministerium erklärte, Deutschland habe zugesagt, Griechenland beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen. Dabei gehe es aber in erster Linie darum, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Stromexporte könnten jedoch nicht gefördert werden.
In Deutschland wird die Förderung von Solar- und Windstrom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Für jede Kilowattstunde Ökostrom, die ins Netz eingespeist wird, erhalten die Produzenten einen festgelegten Betrag, der über dem Marktpreis liegt. Die Mehrkosten tragen letztlich die Verbraucher über ihre Stromrechnung.
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel forderte, die südeuropäischen Staaten sollten ganz Europa mit Solarenergie beliefern."Es ist schlauer, dort in die Sonnenenergie zu investieren, wo die Sonne auch wirklich scheint", sagte Gabriel dem "Hamburger Abendblatt" (Montag). Griechenland brauche Wachstum, und man habe in Deutschland allein mit erneuerbaren Energien 350.000 Jobs geschaffen.
Die griechische Regierung hatte schon im Herbst 2011 mit dem Projekt "Helios" für den Ausbau der Solarbranche um Investoren geworben. Fünf Prozent der benötigten Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Euro wollte die deutsche Solarbranche beisteuern, berichtet der "Spiegel". Bisher setze das Land bei der Energieerzeugung auf umweltschädliche Braunkohle und Schwerölkraftwerke, die erneuerbaren Energien würden hingegen wenig genutzt./mi/DP/he
Quelle: dpa-AFX
Der "Spiegel" hatte berichtet, die EU wolle die in Deutschland geltende gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien auch für griechische Unternehmen öffnen, die Strom ins europäische Elektrizitätsnetz leiten. Auf diese Weise könnte die Wirtschaft des hochverschuldeten, aber sonnigen Landes angekurbelt werden - über Anreize für Investitionen in griechische Solarparks oder Windkraftanlagen. Zusätzlich solle es für Ökostrom-Investitionen in Griechenland Hilfen der bundeseigenen Staatsbank KfW geben.
Eine Sprecherin des Bundesumweltministerium erklärte, Deutschland habe zugesagt, Griechenland beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen. Dabei gehe es aber in erster Linie darum, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Stromexporte könnten jedoch nicht gefördert werden.
In Deutschland wird die Förderung von Solar- und Windstrom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Für jede Kilowattstunde Ökostrom, die ins Netz eingespeist wird, erhalten die Produzenten einen festgelegten Betrag, der über dem Marktpreis liegt. Die Mehrkosten tragen letztlich die Verbraucher über ihre Stromrechnung.
SPD-Parteichef Sigmar Gabriel forderte, die südeuropäischen Staaten sollten ganz Europa mit Solarenergie beliefern."Es ist schlauer, dort in die Sonnenenergie zu investieren, wo die Sonne auch wirklich scheint", sagte Gabriel dem "Hamburger Abendblatt" (Montag). Griechenland brauche Wachstum, und man habe in Deutschland allein mit erneuerbaren Energien 350.000 Jobs geschaffen.
Die griechische Regierung hatte schon im Herbst 2011 mit dem Projekt "Helios" für den Ausbau der Solarbranche um Investoren geworben. Fünf Prozent der benötigten Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Euro wollte die deutsche Solarbranche beisteuern, berichtet der "Spiegel". Bisher setze das Land bei der Energieerzeugung auf umweltschädliche Braunkohle und Schwerölkraftwerke, die erneuerbaren Energien würden hingegen wenig genutzt./mi/DP/he
Quelle: dpa-AFX



