Investmentecke
Volatile Banken im Doppelpack bieten hochattraktive Renditechancen
03.02.2012 - 09:00 | Quelle: Investmentecke
Was neben der miserablen Performance noch auffällt sind die extremen Kursschwankungen dieser beiden Aktien. Das ist bei der Commerzbank irgendwie auch nicht verwunderlich, schließlich bedeutet ein Plus oder Minus von gerade einmal zwei Cent schon eine Veränderung von mehr als einem Prozent. Aber auch bei der Deutschen Bank gibt es immer mal wieder heftige Ausschläge. Als gestern Morgen ein überraschender Quartalsverlust vermeldet wurde, rutschte die Aktie im vorbörslichen Handel erst einmal um gut sechs Prozent in den Keller. Bis zum Handelsschluss war dieses Minus dann komplett wieder wettgemacht.
Durch die extremen Schwankungen sind die Aktien natürlich nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Viele Investoren aber lieben genau solche Werte, weil sich ihnen dadurch zum Beispiel bei strukturierten Produkten sehr attraktive Renditechancen bieten. Und das Ganze wird besonders spannend, wenn man zwei dieser Aktien miteinander kombiniert. So wie das zum Beispiel die Société Générale bei ihren "Duo Inline Optionsscheinen" gemacht hat. Da gibt es bei Fälligkeit einen Fixbetrag von zehn Euro, wenn beide Aktien die ganze Zeit über innerhalb eines festgelegten Korridors notieren. Bricht ein Wert zwischenzeitlich aus seinem Korridor aus (was auch intraday passieren kann), verfällt der Schein allerdings sofort wertlos.
Bei der Kombination "Commerzbank und Deutsche Bank" gibt es aktuell die Chance auf einen schnellen Sechs-Wochen-Gewinn von gut 40 Prozent. Die Commerzbank (aktueller Kurs: 1,91 Euro) muss dafür bis Mitte März immer zwischen 1,11 und 2,31 Euro kosten. Die untere Marke liegt noch unter dem Allzeit-Tief und bietet einen Puffer von über 40 Prozent. Nach oben ist mit gut 20 Prozent deutlich weniger Luft. Allerdings müsste die Commerzbank auf dem Weg dahin erst noch das als charttechnischer Widerstand geltende Zwischenhoch von Ende Oktober bei rund 2,10 Euro nachhaltig überwinden. Bei der Deutschen Bank (aktueller Kurs: 34 Euro) liegen die Barrieren bei 21,04 Euro (das ist knapp über dem jüngsten Tief) und 43,70 Euro, so dass hier nach unten noch gut 38 Prozent und nach oben noch 28 Prozent "Puffer" bleiben. Für einen Zeitraum von sechs Wochen ist das selbst für die volatilen Bankaktien "ne Menge Holz". Interessant ist das Produkt also auf jeden Fall, gerade für Anleger, die nicht von einer nachhaltigen Fortsetzung der jüngsten Banken-Rally ausgehen. Was als Malus bleibt, ist aber natürlich das Totalverlustrisiko (WKN: SG2UN1).
Alternativ dazu gibt es auch noch einen zweiten "Duo-Inliner" auf die beiden Aktien mit noch größeren Korridoren (Commerzbank: 0,92 bis 2,50 Euro, Deutsche Bank: 17,48 bis 47,26 Euro) und einer Gewinnchance von sogar gut 70 Prozent. Allerdings endet die Laufzeit hier erst Mitte Juni (WKN: SG2UPH).
Thomas Koch
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