Investmentecke
Last Minute Bonus verdoppelt die Chance auf ein erfolgreiches Investment
30.01.2012 - 09:00 | Quelle: Investmentecke
Dass der Index dabei zum Teil nur wenige Tage oder sogar Minuten unter der Barriere notierte und mittlerweile wieder deutlich höher steht, spielt dabei keine Rolle. Gebrochen ist gebrochen! Für Anleger, die das Risiko eines solchen, extrem ärgerlichen Szenarios künftig minimieren wollen, empfehlen sich spezielle Sonderformen der Bonusstruktur. Bei Pro Bonuszertifikaten etwa ist die Barriere nur für einen begrenzten Zeitraum aktiviert. Bei der Commerzbank sind das zum Beispiel die letzten drei Monate vor Fälligkeit, bei der Société Générale ist es lediglich der letzte Monat der Laufzeit. Und bei Zertifikaten wie zum Beispiel den neuen "Last Minute Bonussen" der BNP Paribas wird die Barriere sogar nur am letzten Tag der Laufzeit "scharf geschaltet". Konkret wird dann der Schlussabrechnungspreis des Index am jeweiligen Bewertungstag mit der Barriere verglichen, so dass die Entwicklung während der Laufzeit bei diesen Produkten völlig außer Acht gelassen werden kann.
Gerade in den vergangenen Monaten haben sich solche Konstruktionen bewährt. Der Vergleich eines klassischen Bonuszertifikats der DZ Bank (WKN: DZ0SN6) mit einem Pro-Bonuszertifikat der Commerzbank (WKN: CM9Y30) zeigt dies sehr deutlich. Beide Papiere beziehen sich auf den Euro Stoxx 50, werden im Dezember 2012 fällig und haben eine Barriere bei 2150 Punkten. Bei dem klassischen Bonuszertifikat hat der zwischenzeitliche Kursrutsch des Euro Stoxx 50 unter diese Marke den Bonusanspruch bereits ausgelöscht. Beim Pro-Bonus hingegen wird die Barriere erst im September für dann drei Monate aktiviert, so dass hier bislang also noch nichts Gravierendes passiert ist. Das spiegelt sich auch in dem Kursverlauf der beiden Zertifikate wider. Seit Anfang Juli haben Anleger bei dem klassischen Bonuszertifikat trotz der jüngsten Erholung rund 27 Prozent verloren. Bei dem Pro Bonus liegt das Minus wegen der immer noch intakten Bonuschance nur bei acht Prozent.
Wie groß der Vorteil einer zeitlich begrenzten Barriere-Aktivität generell sein kann, lässt sich durch einen Blick auf die Historie des Euro Stoxx 50 beziffern. Bei einem Risikopuffer von 30 Prozent zum Beispiel wäre es in den letzten 26 Jahren in gut 15 Prozent aller 12-Monats-Perioden zu einem Barrierebruch bei einem klassischen Bonuszertifikat gekommen. Ein Pro Bonus (Barriere drei Monate aktiv) hätte lediglich in knapp neun Prozent der Fälle Schiffbruch erlitten. Und beim Last Minute Bonus wäre der Bonusanspruch sogar nur in gut sechs Prozent aller untersuchten Zeiträume verloren gegangen. Das Risiko eines Barrierebruchs kann durch eine solche Struktur also mehr als halbiert werden, was auch für andere Puffer-Größen zutrifft. Im Gegenzug müssen Anleger beim Pro Bonus und erst Recht beim Last Minute Bonus aber auch erhebliche Abstriche bei den Bonusrenditen machen. Ein klassisches Bonuszertifikat der Commerzbank kommt bei einer Laufzeit bis Juni 2013 und einer Barriere von 1900 Punkten (unter dem Crash-Tief!) aktuell auf eine Bonusrendite von knapp 15 Prozent (WKN: CK638N). Beim Pro-Bonus des gleichen Instituts sind es noch gut elf Prozent (WKN: CK62F9) und der neue Last Minute Bonus der BNP muss sich bei sonst vergleichbaren Konditionen mit fünf Prozent zufrieden geben (WKN: BP2K1K). Die darüber hinaus gehenden Gewinnchancen bei einem deutlich steigenden Index sind allerdings bei allen Produkten unbegrenzt, weil es sich jeweils um Zertifikate ohne Cap handelt.
Thomas Koch
Im Artikel erwähnt...
-
-0,15% 2.175,34 DJSTOXX E-STOXX 50
Eröffnung: 2.169,12 Tageshoch: 2.201,09 Tagestief: 2.142,78 Porträt E-STOXX 50 -
-1,84% 23,49 EUWAX Euro Stoxx 5...
Eröffnung: 23,49 Tageshoch: 23,49 Tagestief: 23,49 Porträt Euro Stoxx 5... -
-2,54% 22,23 EUWAX Euro Stoxx 50...
Eröffnung: 22,23 Tageshoch: 22,23 Tagestief: 22,23 Porträt Euro Stoxx 50... -
-2,40% 22,81 EUWAX Euro Stoxx 5...
Eröffnung: 22,81 Tageshoch: 22,81 Tagestief: 22,81 Porträt Euro Stoxx 5...





