+++++ TAGESTHEMA +++++
Der Umsatz der US-Einzelhändler dürfte im Februar gesunken sein. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte prognostizieren einen Rückgang zum Vormonat um 0,3%, nachdem im Januar ein Plus von 0,5% verzeichnet worden war. Die Umsätze ohne Kfz-Verkäufe dürften im Februar um 0,1% gestiegen sein, im Vormonat war ein Wachstum von 0,6% registriert worden. Die Daten gelten als wichtiger Indikator für die Konsumausgaben der US-Verbraucher, die mit einem Anteil von rund 70% am Bruttoinlandsprodukt eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft spielen.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
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- US
14:30 Einzelhandelsumsatz Februar
PROGNOSE: -0,3% gg Vm
zuvor: +0,5% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: +0,6% gg Vm
15:55 Index der Verbraucherstimmung der Universität
Michigan März (1. Umfrage)
PROGNOSE: 73,8
zuvor: 73,6
16:00 Lagerbestände Januar
PROGNOSE: +0,1% gg Vm
zuvor: -0,2% gg Vm
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
BANKENKRISE USA
Der US-Einlagensicherungsfonds FDIC hat die LibertyPointe Bank of New York geschlossen. Damit summiert sich die Zahl der seit Jahresbeginn gescheiterten US-Institute bisher auf 27.
US-NOTENBANK
US-Präsident Barack Obama will Janet Yellen für das Board der Federal Reserve nominieren. Die Präsidentin der Federal Reserve Bank von San Francisco solle dabei die Nachfolge des stellvertretenden Fed-Chairman Donald Kohn antreten, berichtet das "Wall Street Journal".
BAYER SCHERING PHARMA
will in Asien langfristig stärker als der Markt wachsen. Dazu will die Bayer-Tochter in der Region kräftig investieren und Mitarbeiter einstellen.
PFIZER
hat in zwei klinischen Studien nicht die erhofften Erfolge zweier Krebsmittel nachweisen können.
CHICAGO BOARD OPTIONS EXCHANGE
Das Mutterunternehmen der CBOE treibt den geplanten Börsengang der nach Handelsvolumen größten US-Optionsbörse weiter voran und will bis zu 300 Mio USD einsammeln. Die Erstnotierung könnte im Juni erfolgen.
+++++ MÄRKTE AKTUELL (7.47 Uhr) +++++
INDIZES
Im Spannungsfeld chinesischer Inflationssorgen und dem deutlichen Rückgang der US-Vorräte an Mitteldestilaten und Benzin vom Vortag hat der Ölpreis am Donnerstag stagniert. An der New Yorker Rohstoffbörse Nymex verteuerte sich der Preis des führenden April-Kontrakts auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI leicht um 0,02 USD auf 82,11 USD. Am Vortag hatten stark gefallene US-Lagerbestandsdaten den Ölpreis auf ein Achtwochenhoch getrieben. Die chinesischen Inflationsdaten schürten am Berichtstag allerdings die Sorge vor einer geldpolitischen Straffung. Im Februar stiegen die Lebenshaltungskosten um 2,7% gegenüber dem Vorjahr anstelle erwarteter 2,4%. Damit hat sich die Teuerung nach einem Plus von 1,5% im Januar deutlich beschleunigt. Gleichzeitig zog die Industrieproduktion stärker als vorhergesagt an.
AKTIEN TOKIO (SCHLUSS)
Freundlich - Stützend habe das höher als erwartete Settlement des März-Futures bei 10.809 Punkten gewirkt, hieß es. Der etwas schwächere Yen habe Exportwerten geholfen, sagte ein Marktteilnehmer. Der Yen wirke nun zwischen 90,50 und 90,75 JPY je Dollar unterstützt. Nikon und Nissan Motor stiegen um je 2,4%. Mitsubishi Chemical legten um 1,9% zu. Das Unternehmen hatte seinen Ausblick angehoben.
AKTIEN CHINA (VERLAUF)
Kaum verändert - Am chinesischen Aktienmarkt herrscht Vorsicht, da später aus Peking weitere geldpolitische Straffungsmaßnahmen kommen könnten. Zhang Gang von Southwest Securities erklärt, die letzte Anhebung der Mindestreserveanforderungen sei an einem Freitagabend angekündigt worden. Daher hielten sich die Teilnehmer am Berichtstag zurück, weil etwas ähnliches passieren könnte. In Hongkong fallen Citic Pacific mit Gewinnmitnahmen um rund 4%, während SHK Properties nach besser als erwarteten Halbjahresergebnissen um gut 1% zulegen.
AKTIEN SEOUL (SCHLUSS)
Etwas fester - Gesucht waren die meisten Aktien aus den Sektoren Banken und Schiffbau, während Technologie- und Automobiltitel angesichts des stärkeren Won zum Dollar unter Druck standen. "Die Sorgen um mögliche geldpolitische Straffungen in China spiegeln sich bereits in der zuletzt trägen Kursentwicklung wider, das begrenzt das Abwärtspotenzial nach den überraschend hohen Inflationsdaten aus China", sagte ein Händler. Es fehle aber auch ein starkes Aufwärtsmomentum, fügte er hinzu.
+++++ RÜCKBLICK US-MÄRKTE +++++
National Semiconductor haben im nachbörslichen US-Handel zugelegt, nachdem der Chiphersteller für das vierte Quartal einen Umsatz von 375 Mio bis 390 Mio USD in Aussicht gestellt hat. Die Konsensschätzung sah den Umsatz bislang bei 349 Mio USD. Die Aktie stieg um 2,2%. Pacific Sunwear brachen dagegen um 13,2% ein. Der Einzelhändler hat für das erste Quartal einen Verlust von 0,32 bis 0,38 USD je Aktie in Aussicht gestellt, während Analysten bislang im Mittel einen Verlust von 0,14 USD erwarteten.
NYSE-ECKDATEN
Etwas fester - Dank eines kleinen Endspurts hat die Wall Street etwas fester geschlossen, wobei optimistische Aussagen von Citigroup-CEO Pandit insbesondere den Finanzsektor beflügelten. Etwas unter den Erwartungen gebliebene Daten vom Arbeitsmarkt und Inflationssorgen in China hatten die Kurse über weite Strecken gebremst. Letztlich trat die negative Interpretation der Daten jedoch etwas in den Hintergrund. Man werde vielleicht eine Zinserhöhung erleben, aber man werde keinen Absturz der chinesischen Volkswirtschaft sehen, hieß es zur Begründung. Für Beruhigung sorgte zudem die positiv verlaufene Auktion 30-jähriger Schuldentitel. Citigroup gehörten erneut zu den klaren Gewinnern, die Aktie stieg um bei hohen Umsätzen um weitere 5,6%. Marktteilnehmer verwiesen auf Spekulationen über einen anstehenden Ausstieg des Staates, was als Zeichen einer stabilisierten Lage interpretiert wurde. CEO Pandit heizte diese Spekulationen weiter an. Bank of America zogen um 0,1%, J.P. Morgan um 0,6% und American Express um 1% an. Exxon Mobil will die Ölförderung steigern und mehr investieren, die Aktie schloss unverändert.
TREASURYS
Uneinheitlich - Mit Blick auf das lange Ende des Marktes sprachen Händler von einer Rally ausgelöst durch die hohe Nachfrage bei der Versteigerung neuer Schuldenpapiere mit einer Laufzeit von 30 Jahren. Die Auktion habe die Erwartungen klar übertroffen, hieß es. Die anhaltenden Probleme in der Euro-Zone ließen die vermeintlich sicheren US-Anleihen in den Augen vieler Investoren attraktiv erscheinen. Es habe Umschichtungen aus anderen Märkten und Anlagen in US-Anleihen mit langer Laufzeit gegeben, hieß es weiter.
DJG/flf/raz/gei
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