Pfleiderer erhält Beschuldigungs- und Anhörungsschreiben des Bundeskartellamts
10.03.2010 - 19:13
NEUMARKT (dpa-AFX) Der Möbel- und Bauzulieferer Pfleiderer hat gut ein Jahr nach einer Durchsuchung von Büros durch das Bundeskartellamt das zugehörige Beschuldigungs- und Anhörungsschreiben erhalten. Das Unternehmen prüfe die Anschuldigungen und werde hierzu gegenüber dem Bundeskartellamt Stellung beziehen, hieß es in einer Mitteilung von Pfleiderer am Mittwochabend. Wegen des laufenden Verfahrens könne das Unternehmen keine weiteren Angaben hierzu machen.
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Am 4. März 2009 hatte das Bundeskartellamt wegen des Verdachts von Preisabsprachen die Büros von Pfleiderer und sechs weiterer Spanplatten-Hersteller in Deutschland durchsuchen lassen. Zudem hatte es auch eine Durchsuchung beim Bundesverband der Holzwerkstoffindustrie gegeben. Kay Weidner vom Bundeskartellamt in Bonn sagte damals, dass Unterlagen sichergestellt worden seien, die nun ausgewertet werden müssten. Die Ermittlungen würden "geraumen Zeit" in Anspruch nehmen. Zum Auslöser der Ermittlungen wurden ebenfalls keine Angaben gemacht.
Die im MDAX notierte Pfleiderer AG hatte damals die Vorwürfe zu Preisabsprachen zurückgewiesen. "Wir weisen den Verdacht eines wettbewerbsbeschränkenden Verhaltens mit Vehemenz von uns", hieß es von einem Unternehmenssprecher damals. Gegen die Beschlagnahme von Geschäftsunterlagen sei Widerspruch erhoben worden./wiz/he
Quelle: dpa-AFX