Der Chef der Deutschen Bank hat einfach kein Glück mit seinem Vorstoss: Nach Politikern und Aufsehern kritisieren nun auch die eigenen Leute die Rettungsidee von Josef Ackermann.
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Ein europaweiter Fonds aus Banken- und Staatsgeld zur Rettung bedrohter Banken "könnte Investmentbanken einladen, künftig noch größere Risiken einzugehen", sagte Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken, der Zeitung "Tagesspiegel am Sonntag". Die "Gewissheit, dass im Fall des Scheiterns der Steuerzahler oder die Gemeinschaft der Banken einspringt", könnte sich im Krisenfall als trügerisch erweisen, betonte Fröhlich Die Mischfinanzierung würde zudem "per se festlegen, dass systemrelevante Großbanken immer vom Staat gerettet werden." Staat und Gesellschaft dürften aber nicht erpressbar sein.
Fröhlich schlug stattdessen die Trennung von Investmentbanking und Geschäftsbank vor. "Dann könnte man Banken eindeutiger bestimmten Geschäftsmodellen und damit verbundenen Risiken zuordnen und zielgenauer zwingen, riskante Geschäfte mit mehr Eigenkapital zu unterlegen."
Der Josef Ackermann, dem Vorstandschef der Deutschen Bank ins Gespräch gebrachte Geldtopf war bereits bei Politikern und EU-Aufsehern durchgefallen. Union und FDP sehen darin eine Verzerrung des Wettbewerbs. Ungewöhnlich scharf fiel die Kritik der Europäischen Zentralbank (EZB) aus. Deren Chefvolkswirt Jürgen Stark lehnte den Vorstoß strikt ab und forderte erneut strenge Regeln und eine bessere Aufsicht über das Finanzsystem. Ackermann hatte seinen Vorschlag verteidigt. Es sei unrealistisch zu glauben, eine große Bankenkrise lasse sich ohne staatliche Gelder bekämpfen.
Als erster Top-Banker hat Ackermann sich für einen von Banken und Staaten gemeinsam finanzierten Fonds für schwächelnde Geldinstitute ausgesprochen, um ins Schlingern geratene Institute aufzufangen oder abzuwickeln. Damit würde sich die Branche an den Kosten künftiger Finanzkrisen beteiligen - aber auch die Steuerzahler.