Von wegen Rezession. Der Verkauf von Militärgerät vor allem in Länder der arabischen Welt beschert den US-Produzenten ein Rekordplus. Sie profitieren noch immer von den Nachwirkungen der Bush-Ära.
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Die Waffenverkäufe der USA ins Ausland sind auf ein Rekordhoch gestiegen. In den zwölf Monaten bis Ende September stieg der Umsatz um 4,7 Prozent auf 38,1 Mrd. $, meldete das US-Verteidigungsministerium.
Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien kommen gleich zwei der drei größten Abnehmer von der Arabischen Halbinsel. Laut Ministerium erwarb die Föderation Waffen im Wert von 7,9 Mrd, gefolgt von Afghanistan. Das Land am Hindukusch kaufte für 5,4 Mrd. $ Waffen. Saudi-Arabien steht demnach als Abnehmer an dritter Stelle und zahlte 3,3 Mrd. $ an US-Produzenten.
Die Nato erwarb für 924,5 Mio. $ Waffen aus den USA. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet das Ministerium mit Verkäufen knapp auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Boom bei den US-Waffenverkäufen begann mit der Amtszeit des ehemaligen Präsidenten George W. Bush. Die Profiteure dieser Entwicklung sind Firmen wie Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman und General Dynamics.
Die USA hatten trotz eines rezessionsbedingten Rückgangs der weltweiten Waffenverkäufe nach einer Studie des US-Kongresses 2008 ihren Spitzenplatz als größter Waffenhändler weiter ausgebaut. Auf das nordamerikanische Land entfielen 68,4 Prozent des weltweiten Waffenhandels.
Die unterschriebenen Waffenkontrakte mit den USA hatten einen Wert von 37,8 Mrd.
$ gehabt. 2007 waren es dem Bericht zufolge 25,4 Mrd. $ gewesen. Der Zuwachs sei nicht nur auf große neue Aufträge von Kunden im Nahen Osten und in Asien, sondern auch auf die andauernde weltweite Nachfrage nach US-Rüstungsgütern zurückzuführen, hatte es geheißen.
Den größten Posten der Exporte in den Nahen Osten machten militärische Ketten- und gepanzerte Radfahrzeuge aus. Auch Marinefregatten, Kampfjets und Luft-Boden-Raketen gehören zu den Top-Sellern der USA.