Alcoa legt Schmelzen in Italien nach EU-Entscheidung still
20.11.2009 - 08:33
PITTSBURGH (Dow Jones)--Der US-Aluminiumkonzern Alcoa legt zwei Schmelzen in Italien still. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, sind von der Produktionsstilllegung direkt und indirekt rund 2.000 Arbeitsplätze betroffen. Als Grund für diese Maßnahme führte Alcoa eine Entscheidung der EU-Kommission an.
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Diese hatte am Donnerstag entschieden, dass in Italien gewährte Betriebsbeihilfen für Alcoa nicht dem EU-Recht entspreche. Gleichzeitig forderte die EU-Kommission Alcoa zur Rückzahlung der Beihilfen auf, ohne allerdings eine konkrete Summe zu nennen.
Dem US-Aluminiumkonzern sei unzulässigerweise verbilligter Strom gewährt worden, erklärte die EU-Kommission. Die Sondertarife für Strom, die Italien Alcoa für eine Aluminumhütte auf Sardinien und eine im Veneto eingeräumt habe, trügen lediglich zur Senkung der Betriebskosten von Alcoa bei und ließen sich nicht rechtfertigen. Somit habe sich Alcoa einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Konkurrenten verschafft, die ohne Subventionen auskommen müssten.
Alcoa rechnet im vierten Quartal mit Belastungen vor Steuern von 300 Mio USD bis 500 Mio USD wegen der Stilllegung und der geforderten Rückzahlung. Der Konzern will eigenen Angaben zufolge gegen die Entscheidung der Kommission vorgehen. Die Stilllegung der zwei Schmelzen soll nach Angaben von Alcoa unverzüglich beginnen und in der zweiten Hälfte im Dezember abgeschlossen sein. Die beiden Aluminiumwerke mit einer Produktionskapazität von zusammen 194.000 Tonnen im Jahr seien zu den regulären Strompreisen in Italien nicht wirtschaftlich zu betreiben.
Webseite: http://ec.europa.eu
www.alcoa.com
- Von Kerry Grace Benn, Dow Jones Newswires;
+49 (0)69 29 725 102, unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/mkl/jhe