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UPDATE: DSGV spricht mit Landesbanken über deren Deka-Anteile
17.03.2010 - 14:55
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NEU: Weitere Aussagen von DSGV-Präsident Haasis, Zahlen für 2009)
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Von Eyk Henning
Dow Jones Newswires
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) befindet sich nach den Worten ihres Präsidenten Heinrich Haasis in Gesprächen mit den Landesbanken über eine Umschichtung der Anteile am Fondsdienstleister Deka Bank. Anlass der Gespräche sei der Druck der Brüsseler EU Kommission auf die Landesbank Baden Württemberg (LBBW), den knapp 15-prozentigen Anteil an der Deka deutlich zu verringern, sagte Haasis am Mittwoch in Frankfurt.
Sollten Anteile frei werden, gibt es das Bestreben, die Anteile auf jeden Fall in der Gruppe zu halten", erklärte Haasis weiter. Damit reagierte er auf einen Vorabbericht des "manager magazin", demzufolge die Sparkassen über ihren zentralen Verband DSGV ihren Anteil von derzeit 50% aufstocken und so eine Mehrheit an dem Fondsdienstleister erhalten könnte. Derzeit gehört die Deka Bank jeweils hälftig den DSGV-Mitgliedern und den Landesbanken. Neben der LBBW wollen laut "manager magazin" auch die NordLB und die WestLB ihre Anteile verringern. Dabei könnten die Landesbanken ihren Anteil auf 25% plus eine Aktie reduzieren, so das Magazin weiter.
Eine derartige Verschiebung in der Eigentümerstruktur der Deka wollte DSGV-Präsident Haasis am Mittwoch derweil ebenso wenig wie den möglichen Zeitpunkt kommentieren. Aus dem Umfeld der Sparkassen war zu hören, die LBBW habe bis Ende 2013 Zeit, ihre Anteile zu verkaufen.
Zudem erneuerte Haasis seine Kritik an den derzeit diskutierten staatlichen Hilfen zur Ankurbelung des Verbriefungsmarktes. Auch wandte sich der DSGV-Präsident erneut gegen eine möglicherweise im Raum stehende Bankenabgabe zur stärkeren Beteiligung der Institute an den Kosten der Finanzkrise. Finanzminister Wolfgang Schäuble hatte unlängst angekündigt, schon im April einen Regierungsbeschluss zur Sonderabgabe fassen zu wollen.
Haasis setzte der möglichen Abgabe entgegen, dass diejenigen Institute bestraft würden, deren Geschäftsmodell eng an der Realwirtschaft ausgerichtet sei und die in der Krise sogar anderen Banken geholfen hätten.
Der Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB), Andreas Schmitz, zeigte sich in dieser Woche dagegen grundsätzlich zur Übernahme von Krisenkosten bereit. So unterstütze der Bankenverband die Idee, einen staatlichen Stabilisierungs- und Abwicklungsfonds zu errichten, der aus dem bisherigen Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hervorgehen könnte.
Für das Jahr 2009 zog der DSGV am Mittwoch eine positive Bilanz. Demnach haben die insgesamt 431 im Verband organisierten Sparkassen ihr Vorsteuerergebnis um 2,7 Mrd auf 4,6 Mrd EUR gesteigert. Sie profitierten dabei unter anderem von einem um 10% auf 22,7 Mrd EUR gestiegenen Zinsüberschuss.
Dabei steigerten die Sparkassen im vergangenen Jahr sowohl das Volumen der Kundeneinlagen sowie das der ausgegebenen Kredite. Die Einlagen legten um 1,3% auf nahezu 752 Mrd EUR zu, das Kreditvolumen kletterte um knapp 2% auf 643 Mrd EUR.
Positiv bemerkbar machte sich zudem der eingedämmte Verlust beim Bewertungsergebnis, das nun minus 5,3 Mrd EUR betrug nach minus 6,3 Mrd EUR in 2008. Wie bei vielen anderen Banken auch kamen dem Sparkassen-Verbund an dieser Stelle insbesondere Wertzuschreibungen im Wertpapiergeschäft zu Gute.
Webseite: www.manager-magazin.de
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Von Eyk Henning, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 108,
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