Finanzminister: Griechenland will die Eurozone nicht verlassen
20.01.2010 - 13:09
ATHEN (Dow Jones)--Griechenlands Finanzminister hat Spekulationen über einen Austritt des Landes aus der Eurozone als "absurd" zurückgewiesen. Griechenland habe enorm von seiner Mitgliedschaft in dem 16-Länder starken Währungsblock profitiert, sagte George Papaconstantinou am Mittwoch in einem Interview mit dem Sender CNBC. "Das ist vollkommen absurd, die Zugehörigkeit zum Euro war sehr positiv für Griechenland", sagte der Finanzminister.
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Der Euro hat die Erwartungen und Investitionen stabilisiert und ein wesentlich stabileres wirtschaftliches Umfeld geschaffen. Griechenland konnte in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg der Realeinkommen verzeichnen und die Lücke zur durchschnittlichen Kaufkraftparität der Europäischen Union schließen," fügte Papaconstantinou hinzu.
Griechenland wolle auch nicht den Internationalen Währungsfonds (IWF) um einen Kredit bitten. Die Regierung habe sich vielmehr verpflichtet, ihre Staatsfinanzen in Ordnung bringen. "Seit drei Monaten sagen wir, dass die neue griechische Regierung entschlossen ist, ihr Haus in Ordnung zu bringen. Unglücklicherweise haben wir einen finanzpolitischen Schlamassel geerbt und wir werden das angehen und es in Ordnung bringen", sagte Papaconstantinou.
Griechenland steht unter scharfer Beobachtung seitens der Europäischen Union, der Finanzmärkte und der Ratingagenturen, seitdem das Land Ende vergangenen Jahres erklärte, sein Haushaltsdefizit 2009 werde auf 12,7% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) klettern. Die EU hat ihren Mitgliedsländern ein Limit von 3% vorgegeben.
Im Januar hat Griechenland dann einen Dreijahresplan zur Senkung des Defizits in Übereinstimmung mit den EU-Regeln bis 2012 angekündigt.
Webseite: www.cnbc.com/id/34950395
-Von Alkman Granitsas, Dow Jones Newswires;