Akten Tokio schließen knapp behauptet - Toyota erholt
09.02.2010 - 07:34
TOKIO (Dow Jones)--Relativ stabil hat sich die Börse in Japan am Dienstag angesichts enttäuschender US-Vorgaben gezeigt. Der Markt sei gestützt worden von gezielten Käufen von Einzelaktien von Unternehmen mit guten Geschäftszahlen, obgleich er weiter von Sorgen über die Schuldenprobleme in einigen europäischen Ländern belastet werde, hieß es im Handel. Der Nikkei-225 schloss 0,2% bzw 19 Punkte leichter mit 9.933, während der Topix 0,2% bzw gut 1 Punkt auf 882 einbüßte.
Anzeige
Gestützt habe auch, dass der Markt überverkauft aussehe, was weitere deutliche Einbußen unwahrscheinlich erscheinen lasse. Insbesondere ausländische Anleger hätten trotz der negativen US-Vorgaben bereits vorbörslich auf der Käuferseite gestanden, sagten Börsianer.
Tendenziell verloren hätten - belastet vom starken Yen - vor allem Exportwerte wie Toshiba (-0,9% auf 419 JPY), Nikon (-0,8% auf 1.764 JPY), Advantest (-1% auf 2.075 JPY) und Mazda Motor (-2,2% auf 222 JPY). Dagegen seien beispielsweise SMFG (+2,1% auf 2.831 JPY) und Daikin (+0,3% auf 3.250 JPY) gesucht gewesen angesichts gut ausgefallener Geschäftszahlen.
Pioneer rutschten im unmittelbaren Vorfeld der Bekanntgabe der Quartalszahlen nach Börsenschluss um 8,6% ab auf 349 JPY. Die Aktie hatte an der Vortagen in Hoffnung auf gute Zahlen und eine Kapitalverflechtung mit Mitsubishi Chemical Holdings (-2,1% auf 379 JPY) und Mitsubishi Electric (-1,1% auf 724 JPY) in ähnlicher Größenordnung zugelegt.
Zu einem Kurseinbruch kam es bei Koito Industries, einem Zulieferer der Flugzeugindustrie. Die Aktie verlor 33,5% auf 159 JPY nach einem Bericht, wonach das Unternehmen Sicherheitsdaten der vergangenen mehr als zehn Jahre überprüfen muss. Koito Industries ist eine Tochter von Koito Manufacturing (-9,8% auf 1.271 JPY), die wiederum zu 20% von Toyota Motor (+2,9% auf 3.375 JPY) kontrolliert wird. Toyota hätten von Rückkäufen profitiert nach dem Strom negativer Nachrichten in der jüngsten Vergangenheit, hieß es.
JVC Kenwood Holdings (-8,3% auf 33 JPY) reagierten mit Verlusten auf die Ankündigung vom Vortag, zurückliegende Ergebnisse der Tochter Victor korrigieren zu müssen im Zuge einer Überprüfung der Bilanzierungspraktiken bei dem Unternehmen und daher die eigenen Ergebnisse erst verspätet vorlegen zu können.
Asahi Breweries erholten sich um 1,6% auf 1.681 JPY. Das Unternehmen hatte am Vortag als solide beschriebene Geschäftszahlen vorgelegt. Am Montag hatte die Aktie angesichts der gescheiterten Fusionsgespräche mit Kirin Holdings und Suntory Holdings 5,5% verloren.
DJG/DJN/gos
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de