Bundesbank will keine Goldreserven für Stabilisierungsfonds hergeben
14.03.2010 - 14:50
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Bundesbank will ihre Goldreserven nicht für einen Euro-Stabilisierungsfonds zur Verfügung stellen. Sollten sich Pläne der Bundesregierung bestätigen, würden sie auf entschiedenen Widerstand der Bundesbank stoßen, teilte die Notenbank am Sonntag mit. Der Vorstand der Bundesbank entscheide über die Verwendung der Goldreserven "völlig autonom". Weder die Bundesregierung noch die Europäische Zentralbank hätten auf die nationalen Goldreserven ein Zugriffsrecht.
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Die Bundesregierung erwägt laut einem Bericht des Magazins "Focus", den geplanten Stabilisierungsfonds auch mit Gold abzusichern. Ein Vorschlag aus dem Finanzministerium sehe vor, die Goldreserven der früheren Notenbanken aller Euro-Länder "buchhalterisch" in einen Stabilisierungsfonds einzubringen. Selbst Griechenland verfüge noch über etwa 112 Tonnen Gold. Die Deutsche Bundesbank lagere noch 3.407 Tonnen mit einem aktuellen Marktwert von 90 Mrd EUR.
Die Bundesbank teilte weiter mit, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine derartigen Pläne der Bundesregierung oder der EU bekannt sind. Beim Bundesfinanzministerium (BMF) hieß es, dass die Absicherung mit Gold eine Möglichkeit von mehreren ist. "Diese Debatte stellt sich momentan aber nicht", sagte der Sprecher von Bundesfinanzminster Wolfgang Schäuble, Michael Offer, zu Dow Jones Newswires. "Für uns ist jetzt die weitere Abstimmung mit unseren europäischen Partnern, insbesondere Frankreich wichtig. Dann sehen wir weiter", fügte Offer hinzu.
Webseiten: www.focus.de
www.bundesbank.de
www.bundesfinanzministerium.de
DJG/kla
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